DAS JAHRHUNDERT DES TANZES

Akademie der Künste - Fabian Barbara - Anne Teresa De Keersmaeker - ph: Grietens/ Aerschot

DAS JAHRHUNDERT DES TANZES

 

Von Holger Jacobs

18.07.2019

english text

„Was der Körper erinnert – Zur Aktualität des Tanzerbes“ – Akademie der Künste – 24.8. – 21.9.2019

Berlin wird im Sommer 2019 in einen wahren Tanzrausch verfallen.
Neben dem jährlich stattfindenden „TANZ IM AUGUST“ wird sich auch die Akademie der Künste dieses Themas annehmen.

Mit der etwas umständlichen Überschrift „Was der Körper erinnert – Zur Aktualität des Tanzerbes“ möchte die Akademie auf die vielen Stationen hinweisen, die zum heutigen zeitgenössischen Tanz geführt haben.

Mit dem Begriff „Tanz“ verband der Musikliebhaber bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entweder das Ballett, welches er in der Oper sehen konnte (in den Anfängen der Musikform „Oper“ galt es als selbstverständlich, dass immer auch eine Ballett-Passagen zwischen den Gesangspartituren gezeigt wurde) oder den Gesellschaftstanz, der von feinen Leuten auf eleganten Empfängen oder vom einfachen Volk bei feuchtfröhlichen Gelagen ausgeübt wurde.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam eine neue Form des Tanzes, die weder Ballett noch Gesellschaftstanz war: der Ausdruckstanz.

Entscheidend war, dass nach 200 Jahren strengen Ballettformen der Wunsch nach Veränderung bestand.
Die Begründerin dieses neuen Tanzstils war auch einer der schillerndsten Persönlichkeiten in der europäischen Kulturszene Anfang des 20. Jahrhunderts:

Isadora Duncan, ca. 1910, ph: Dover Street Studios London

Angela Isadora Duncan (*1877 -†1927).

Ursprünglich in den USA geboren, kam sie mit 22 Jahren nach Europa. Der Tanz stand schon früh im Fokus ihres Lebens. Bereits mit 16 Jahren trat sie in Chicago und New York auf, zunächst noch mit wenig Erfolg. Ihr wichtigstes Anliegen: weg von den einengenden Formen des klassischen Balletts und hin zu freien Bewegungen, wie sie bereits in der Antike in Griechenland praktiziert wurden.
Auch sollten keine engen Korsetts und Tutu-Röcke mehr getragen werden, sondern weite Tuniken im griechisch-römischen Stil. Ziel war das griechische Schönheitsideal. Körper, Seele und Geist sollten sich in einer Kunstform vereinen.

In Europa angekommen, startete Isadora Duncan ihren Feldzug für den Modernen Tanz in London, dann weiter nach Paris, Berlin, Moskau und wieder zurück nach Paris. Zwar war sie selbst keine klassische Schönheit, doch wurde ihr eine unglaubliche Bühnenpräsenz bescheinigt. Mit ihrer Ausstrahlung nahm sie das Publikum für sich ein, so dass sie zu einer gewissen Berühmtheit gelangte.

1904 im Alter von 27 Jahren gründete Isadora Duncan zusammen mit ihrer Schwester Elizabeth eine Tanzschule in Berlin-Grunewald.
1927 im Alter von 50 Jahren starb Isadora Duncan in Nizza auf der Promende des Anglais, als sich ihr Schal in den Speichen ihres Wagen verfangen hatte…

Viele berühmte Tänzerinnen und Tänzer folgten auf den Spuren von Isadora Duncan und entwickelten den Modernen Tanz weiter:
Mary Wigmann, Gret Palucca, Dore Hoyer und Martha Graham in den 20er Jahren, Merce Cunningham nach dem 2. Weltkrieg in den USA. In den 70er und 80er Jahren kamen Tänzerpersönlichkeiten wie William Forsythe in Frankfurt, Maurice Béjart und Anne Teresa de Keersmaeker in Brüssel und Pina Bausch in Wuppertal. Letztere entwickelte den neuen Stil des Tanztheaters, der heute auch von Sasha Waltz und ihrer Kompanie Sasha Waltz & Guests praktiziert wird.

Gret Palucca, ca. 1925, Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ © Museum für Fotografie, Berlin

Die wichtigste Tanzszene des noch jungen 21. Jahrhunderts entwickelt sich seit geraumer Zeit in Israel.
Im Zentrum steht hier die Batsheva Dance Company.
Ihre Gründerin, Baroness Bethsabée (Batsheva) de Rothschild (*1914 – †1999), Schülerin von Martha Graham, wollte in dem jungen jüdischen Staat eine Tanzschule entwickeln. Aus dieser Kompanie gingen so wichtige Choreographen wie Sharon Eyal (mit „Half Life“die beste Choreographie der letzten Saison 2018/ 2019 am Staatsballett Berlin)
und Ohad Naharin hervor, der 2015 für das Staatsballett Berlin seine Choreographie „Secus“einstudierte (siehe unsere Bilderserie).

Eine Fotografie von mir aus dieser Aufführung wird auch im Rahmen der Ausstellung „Tanz des Jahrhunderts“ in der Akademie der Künste ab 24. August zu sehen sein.

Meine 7 Empfehlungen aus einer Reihe von insgesamt 48 Veranstaltungen in der Akademie der Künste:

  • 24.8.2019 Eröffnung um 18.00 Uhr in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. „Das Jahrhundert des Tanzes“. Eine Ausstellung mit Fotografien aus 100 Jahren Moderner Tanz.

    Choreographie „SECUS“ von Ohad Naharin, Staatsballett Berlin 2015, ph: Holger Jacobs

  • 24.8. + 25.8. + 26.8. 2019, jeweils 20.00 Uhr, „Anne Teresa de Keersmaeker: Fase, four movements to the music of Steve Reich“
    Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich ist die zweite Choreografie der flämischen Tänzerin Anne Teresa de Keersmaeker. Nach einem Aufenthalt in New York 1981 in Auseinandersetzung mit der minimalistischen Musik von Steve Reich und dem amerikanischen Postmodern Dance entstanden, kommt Fase 1982 in Brüssel zur Uraufführung. Es ist eines der Schlüsselwerke für die Verbindung von Tanz und Musik überhaupt und wurde weltweit 160 Mal aufgeführt. 2018 hat die Choreografin Fase an zwei junge Tänzerinnen weitergegeben und damit exemplarisch Fragen des Tanzerbes thematisiert.

    Anne Teresa de Keersmaeker: „Fase“, ph: Anne van Aerschot

  • 28.8.2019 um 19.00 Uhr, „Mary Wigman – Danse Macabre, Totentanz I + II“
    1921 inszenierte Mary Wigman Totentanz I zur Musik Danse Macabre von Camille Saint-Saëns. 1925 erarbeitete sie einen zweiten Totentanz für ihre Tanzgruppe, diesmal zur Musik von Will Goetze. Beide Stücke markieren sowohl inhaltlich als auch stilistisch die Ausrichtung des Ausdruckstanzes in den 1920er Jahren. Henrietta Horn rekonstruiert beide Tänze mit der Dance Company Theater Osnabrück auf der Grundlage von Notationen, den Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner, Fotos, Einträgen aus Wigmans Tagebüchern, unterstützt von Susan Barnett und Katharine Sehnert. Daran anschließend: „A Mary Wigman Dance Evening“ um 20.30 Uhr

    Choreographie von Mary Wigman, Danse Macabre (Totentanz)“, 1982, ph: Jörg Landsberg

    Fabián Barba rekonstruiert einen Tanzabend, wie er in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts hätte stattfinden können. Als Vorgabe dient ihm das Programm von Mary Wigmans erster Nordamerikatournee (1931), in dem sie etwa neun Solotänze aus verschiedenen Tanzzyklen präsentierte, darunter Schwingende Landschaft. Ausdrückliches Thema der Rekonstruktion sind deren unvermeidliche Modifikationen vom Original und die Einschreibungen von Konzepten der Moderne in den Körper des Tänzers.

    Fabian Barbe nach Mary Wegmann, 2019, ph: Bart Grietens

  • 07.09.2019 um 20.00 Uhr, „Lucinda Childs/Ruth Childs: Calico Mingling, Katema, Reclining Rondo, Particular Reel“.
    Im Jahr 2015 übertrug Lucinda Childs drei ihrer legendären Soli aus den 1960er Jahren an ihre Nichte Ruth Childs. Zwei Jahre nach ihrer ersten erfolgreichen Zusammenarbeit greift Ruth Childs eine zweite Serie von Performances aus den 1970er Jahren wieder auf: Particular Reel (1973), Calico Mingling (1973), Reclining Rondo (1975) und Katema (1978). Dieses neue Programm konzentriert sich auf den ästhetischen Übergang der Choreografin vor der Erschaffung ihres berühmten Werkes Dance aus dem Jahr 1979.

    Ruth Childs nach einer Choreographie von Lucinda Childs, 2019, ph: Mehdi Benkler

  • 08.09.2019 um 20.00 Uhr, „Anita Berber – Rekonstruktionen“.
    Anita Berber, Tanzikone der 1920er Jahre, war ein über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannter Star. Wie keine andere hat sie die Sichtweisen auf Gender und Moral geöffnet und damit ihr Publikum auf die Probe gestellt. Der Choreograf Martin Stiefermann und die Tänzerin Brit Rodemund stellen das Schaffen und die Arbeitsweise der Tänzerin und Choreografin in den Mittelpunkt, jenseits der Skandale und ihrer oft verfälschten Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit, und rekonstruieren auf Grundlage der Anita Berberová – Studie von Joe Jenčíks herausragende Soli der Anita Berber, begleitet von dem Pianisten David Schwarz.

    Anita Berber und Tänzer Droste, ca. 1928, ph: Madame d’Ora

  • 17.09.2019 um 20 Uhr, „Zwei Giraffen tanzen Tango“.
    Zwei Giraffen tanzen Tango von Gerhard Bohner entstand 1980 in Bremen und Berlin. Die Uraufführung fand in der Akademie der Künste am Hanseatenweg statt. Die Choreografie kann als ein zeitgenössischer Danse Macabre gelesen werden, ein Totentanz, dessen gesellschaftspolitische Kritik als surreales Ritual inszeniert ist.
    Helge Letonja hat mit seinem internationalen Ensemble von steptext dance project Bremen einen offenen Dialog zwischen historischer Materialforschung und zeitgenössischer Choreografie entwickelt, dessen erster Teil zu Gerhard Bohner in Berlin gezeigt wird.

    „Zwei Giraffen tanzen Tango“, ph: Menke

  • 20.09.2019 um 20 Uhr, „Bloodlines: Werke von Merce Cunningham, Steve Paxton, Rudy Perez und Yvonne Rainer“
    Mit der Reihe Bloodlines würdigt Stephen Petronio postmoderne amerikanische Choreografen, die ihn während seiner Karriere als Tanzschaffender inspiriert haben. Auch um diese postmodernen Traditionen zu bewahren, präsentiert die Stephen Petronio Company seit 2015 Werke von Künstler*innen wie Merce Cunningham, Trisha Brown, Lucinda Childs, Anna Halprin, Steve Paxton und Yvonne Rainer. Allen gemeinsam ist, dass sie Tanzsprachen geschaffen haben, die ein Höchstmaß an künstlerischer Exzellenz durch äußerste physische und konzeptionelle Genauigkeit verkörpern.

Das Jahrhundert des Tanzes
„Was der Körper erinnert – Zur Aktualität des Tanzerbes“
24.08. – 21.09.2019
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
Mo–So 10–20 Uhr

Hier meine Bilderserie mit 8 Fotos von der Choreographie „Secus“ von Ohad Naharin:

8 photos: Choreographie „SECUS“ von Ohad Naharin, Staatsballett Berlin 2015, ph: Holger Jacobs

english text

THE CENTURY OF DANCE
By Holger Jacobs
07/18/2019
„What the body remembers – The relevance of the dance heritage“
Academy of Arts – 24.8. – 21.9.2019
Berlin will fall into a true dance frenzy in the summer of 2019.
In addition to the annual „DANCE IN AUGUST“, the Academy of the Arts will take on this topic.
With the somewhat awkward title „What the body reminds – the relevance of the dance heritage“, the Academy would like to point out the many stations that have led to today’s contemporary dance.
Until the beginning of the twentieth century, the term „dance“ was used to connect either the ballet what you could see in the opera (in the beginnings of the opera, it was taken for granted that there would always be ballet passages) or the ballroom dance, which was performed by nobel people at elegant receptions or by the ordinary folk in humid bouts.
At the beginning of the 20th century came a new form of dance, which was neither ballet nor ballroom dancing: the expressive dance.
The decisive factor was that after 200 years of strict ballet forms there was a desire for change.
The founder of this new dance style was also one of the most dazzling personalities in the European cultural scene in the early 20th century:
Angela Isadora Duncan (* 1877 – † 1927).
Originally born in the USA, she came to Europe at the age of 22. The dance was the focus of her life early on. At the age of 16, she appeared in Chicago and New York, initially with little success. Her main concern: away from the restrictive forms of classical ballet and towards free movements, as they were already practiced in ancient Greece. Also, no tight corsets and tutu skirts should be worn, but wide tunics in Greco-Roman style. The goal was the Greek ideal of beauty. Body, soul and spirit should unite in an art form.
Arriving in Europe, Isadora Duncan launched her campaign for modern dance in London, then on to Paris, Berlin, Moscow and back to Paris. Although she was not a classic beauty herself, but she was credited with an incredible stage presence. With her charisma she took the audience for herself, so that she achieved a certain fame.
In 1904, at the age of 27, Isadora Duncan and her sister Elizabeth founded a dance school in Berlin-Grunewald. In 1927, at the age of fifty, Isadora Duncan died in Nice on the Promende des Anglais, when her scarf got caught in the spokes of her car …
Many famous dancers followed in the footsteps of Isadora Duncan and continued to develop modern dance.
Mary Wigmann, Gret Palucca, Dore Hoyer and Martha Graham in the 1920s, Merce Cunningham after the 2nd World War in the USA. Dancer personalities such as William Forsythe in Frankfurt, Maurice Béjart and Anne Teresa de Keersmaeker in Brussels and Pina Bausch in Wuppertal came in the 70s and 80s. The latter developed the new style of dance theater.

The most important dance scene of the still young 21st century has been developing in Israel.
The hot spot is the Batsheva Dance Company. Its founder, Baroness Bethsabée (Batsheva) de Rothschild (* 1914 – † 1999), student of Martha Graham, wanted to develop a dance school in the young Jewish state. Out of this company were such important choreographers as Sharon Eyal (with „Half Life“ the best choreography of the last season 2018/2019 at the Berlin State Ballet) and Ohad Naharin, who rehearsed his choreography „Secus“ for the Staatsballett Berlin in 2015.
A photograph of me from this performance will also be part of the exhibition „Dance of the Century“ at the Akademie der Künste from 24th August.

My 7 recommendations from a series of 48 events:

24.8.2019 Opening at 6 pm in the Akademie der Künste am Hanseatenweg
„The Century of Dance“. An exhibition of photographs from 100 years of modern dance.

24.8. + 25.8. + 26.8. 2019, 8 pm
„Anne Teresa de Keersmaeker: Fase, four movements to the music of Steve Reich“
Fase, Four Movements to the Music by Steve Reich is the second choreography of the Flemish dancer Anne Teresa de Keersmaeker. After a stay in New York in 1981 in the confrontation with minimalist music by Steve Reich and the American Postmodern Dance, Fase will be premiered in 1982 in Brussels. It is one of the key works for the fusion of dance and music and has been performed 160 times worldwide.
In 2018, the choreographer Fase passed on to two young dancers, thereby addressing questions of the dance heritage as examples.

28.8.2019 at 7 pm
„Mary Wigman – Danse Macabre, Dance of Death I + II“
In 1921 Mary Wigman staged Totentanz I to the music Danse Macabre by Camille Saint-Saëns. In 1925 she created a second dance of death for her dance group, this time to the music of Will Goetze. Both pieces mark both the content and the style of the orientation of the expressive dance in the 1920s.
Henrietta Horn reconstructs both dances with the Dance Company Theater Osnabrück on the basis of notations, the drawings of Ernst Ludwig Kirchner, photographs, entries from Wigman’s diaries, supported by Susan Barnett and Katharine Sehnert.

after that:
„A Mary Wigman Dance Evening“ at 8.30pm
Fabian Barba reconstructs a dance evening, as it could have taken place in the thirties of the 20th century. As a guideline serves him the program of Mary Wigman’s first North American tour (1931), in which she presented about nine solo dances from various dance cycles, including swinging landscape. The explicit theme of the reconstruction are their inevitable modifications of the original and the inscriptions of modern concepts into the body of the dancer.

07.09.2019 at 8 pm
„Lucinda Childs / Ruth Childs: Calico Mingling, Katema, Reclining Rondo, Particular Reel“
In 2015, Lucinda Childs transferred three of her legendary solos from the 1960s to her niece Ruth Childs. Two years after her first successful collaboration, Ruth Childs revisits a second series of performances from the 1970s: Particular Reel (1973), Calico Mingling (1973), Reclining Rondo (1975) and Katema (1978). This new program focuses on the choreographer’s aesthetic transition before creating her famous 1979 work Dance.

08.09.2019 at 8 pm
„Anita Berber – Reconstructions“
Anita Berber, dance icon of the 1920s, was a well-known star beyond the borders of Germany. Like no other, she has opened the perspectives on gender and morality and put her audience to the test. Choreographer Martin Stiefermann and dancer Brit Rodemund focus on creating and working the dancer and choreographer, beyond the scandals and their often falsified public perception, and reconstructing the outstanding solos of the Anita Berberová study of Joe Jenčík Anita Berber, accompanied by pianist David Schwarz.

17.09.2019 at 8 pm
„Two giraffes dance tango“
Two giraffes dance Tango by Gerhard Bohner was created in 1980 in Bremen and Berlin. The premiere took place in the Academy of Arts on Hanseatenweg. The choreography can be read as a contemporary Danse Macabre, a dance of the dead whose socio-political criticism is staged as a surreal ritual. Helge Letonja has developed an open dialogue between historical material research and contemporary choreography with his international ensemble of steptext dance project Bremen, the first part of which is shown to Gerhard Bohner in Berlin.

20.09.2019 at 8 pm
„Bloodlines: works by Merce Cunningham, Steve Paxton, Rudy Perez and Yvonne Rainer“
With the Bloodlines series, Stephen Petronio honors postmodern American choreographers who inspired him during his career as a dance artist. To preserve these post-modern traditions, since 2015 the Stephen Petronio Company has also been presenting works by artists such as Merce Cunningham, Trisha Brown, Lucinda Childs, Anna Halprin, Steve Paxton and Yvonne Rainer. What they all have in common is that they have created dance languages ​​that embody the highest levels of artistic excellence through the utmost physical and conceptual accuracy.

The century of the dance
„What the body remembers – The relevance of the dance heritage“
24.08. – 21.09.2019
Academy of Arts
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
Mon-Sun 10-20 o’clock

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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