Die neuen Filme im Kino 14.03.2019

Nicole Kidman - Destroyer © Concorde

Die neuen Filme im Kino 14.03.2019

 

Von Holger Jacobs

14.03.2019

„DESTROYER“ – Thriller – USA – 2018
Regie: Karyn Kusama („Jennifer’s Body“)
Cast: Nicole Kidman, Jade Pettyjohn, Scoot McNairy, Toby Kebbell
Filmverleih: Concorde

In den letzten 10 Jahren wurde beim Thema Nicole Kidman mehr über ihre Botox Anwendungen und chirurgischen Eingriffe gesprochen, als von ihren schauspielerischen Fähigkeiten. Interessanterweise ist sie aber immer dann besonders gut, wenn sie auf ihr hübsches Äußeres verzichtet. Wie im Film „The hours“, in dem sie die Schriftstellerin Virginia Wolf spielt und eine extrem entstellende Maske bekommt. Dafür bekam sie 2003 den Oscar.

Für ihre Rolle der völlig heruntergekommenen Polizistin Erin Bell in ihrem neusten Film bekam sie dieses Mal zwar keinen Oscar, aber sehenswert ist ihre Leistung auf jeden Fall!

Der LAPD Cop Erin Bell war vor 17 Jahren eine hochrangige FBI Agentin, die Undercover in eine Gangsterbande eingeschleust wurde, um den Bandenboss Silas endlich hinter Gittern zu bringen. Doch die Operation lief schief, unschuldige Menschen mussten ihr Leben lassen und Erin wurde zur einfachen Polizistin degradiert. Doch bei dieser fehlgelaufenen Operation ist noch mehr Schlimmes passiert, was der Zuschauer erst allmählich erfährt und den heutigen desolaten Zustand von Erin erklärt.  – Als eines Tages bei einer Leiche  Spuren auf den damaligen Bankräuber Silas verweisen, der 17 Jahre lang untergetaucht war, greift Erin den Fall erneut auf schwört Rache für vergangenes Übel.

Fazit: Spannend, gut gemacht und mit einer tollen Nicole Kidman. Für Erwachsene.

4 Photos: Nicole Kidman, Scott McNairy, „Destroyer“ © Concorde Film

„TRAUTMANN“ – Biopic, Drama – DE, GB, IRL – 2018
Regie: Marcus Rosenmüller
Cast: David Kross, Feya Mavor, John Henshaw
Filmverleih: SquareOne

Es ist immer wieder erstaunlich welche Einzelschicksale sich in der Vergangenheit ereignet haben, von denen wir nicht gehört, aber die zu ihrer Zeit das Gesprächsthema waren.

So geschehen auf der Europa vorgelagerten Insel Großbritannien, welche gerade mit ihrem Brexit kämpft. Im 2. Weltkrieg kämpften die Engländer noch Seite an Seite mit den Franzosen, um die bösen Deutschen zu besiegen. Heute wollen Sie nur noch alleine kämpfen…

Der Film beginnt in den letzten Kriegsmonaten, als ein Deutscher Soldat in der Nähe der englischen Stadt Manchester in ein Kriegsgefangenenlager kommt. Um sich die Zeit zu vertreiben spielen die Deutschen tagsüber Fußball und der junge Soldat Trautmann steht im Tor. Zufälligerweise sieht der Trainer eines kleinen Fußballclubs zu und engagiert den jungen Deutschen für seinen englischen Verein. Dann kommt plötzlich der berühmte Club Manchester City und macht Trautmann zu ihrem Nummer eins im viereckigen Kasten. Zum Unmut vieler Fans, die in Trautmann nur den bösen Nazi sehen. Doch als auf Grund der großen Leistung von Bert Trautmann Manchester City 1956 den englischen Pokal gewinnt ist dieser der Liebling einer ganzen Stadt und wird zum Fußballer des Jahres gewählt.

Fazit: Schöne Geschichte gut umgesetzt mit hervorragenden Schauspielern (David Kross „Der Vorleser“). Für die ganze Familie.

Trautmann © SquareOne

Vorherige Woche liefen an:

„BEALE STREET“ („If Beale Street could talk“) – Drama – USA – 2018
Regie: Barry Jenkins (Oscar 2017 für „Moonlight“)
Cast: KiKi Layne, Stephan James, Regina King (Oscar für die beste Nebenrolle)
Filmverleih: DCM Film

Diese Verfilmung des gleichnamigen Romans von James Baldwin war lange Zeit der Geheimfavorit bei der diesjährigen Oscarverleihung in Hollywood, bis er dem Biopic über Queen Frontmann Freddy Mecury den Vorzug lassen musste. Dennoch ist „Beale Street“ einer der besten Filme des vergangenen Jahres. Oscar Regisseur Barry Jenkins hat wieder einmal ein Meisterwerk abgeliefert.

Der Film spielt in den 70er Jahren im New Yorker Stadtteil Harlem, wo die junge Tish (KiKi layne) und der hübsche Fonny (Stephan James) sich schon seit Kindheitstagen kennen und sich jetzt im Teenageralter verliebt haben. Doch das junge Glück wird getrübt. Eines Tages ist Tish ungewollt schwanger und zu allem Unglück wird Fonny wegen einer Vergewaltigung verhaftet, die er nicht begangen hat. Ein Rassismus Drama mit ungewöhnlich schönen Bildern und berührender Liebesgeschichte.

Fazit: Für den anspruchsvollen Cineasten

6 Photos: „Beale Street“ © DCM Film

„CAPTAIN MARVEL“ – Fantasy – Science Fiction – USA – 2019
Regie: Anna Boden, Ryan Fleck
Cast: Brie Larson, Jude Law, Samuel L. Jackson, Annette Benning
Filmverleih: Walt Disney

Nachdem nun bereits viele Marvel Comics verfilmt wurden und selbst die Avengers mit Iron Man, Hulk, Captain America und Co. schon in mehreren Sequels gezeigt wurden, müssen neue Helden her. Zumal das Genre der Comic Verfilmungen eines der wenigen ist, welches noch die Massen in die Kinos lockt.

Und man entdeckt weibliche Heldinnen. Nach Wonder Woman im Jahre 2017 mit der Schauspielerin Gal Gadot und die Neuauflage von Tomb Raider mit Oscar Gewinnerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) im letzten Jahr und dieses Jahr ist es Oscargewinnerin Brie Larson („Raum“), die hier die Superheldin spielen darf.

Im Film „Captain Marvel“ verkörpert Brie Larson die Soldatin Vers, die durch Zufall auf den Planeten Erde kommt und hier eine für sie unbekannte Vergangenheit wiedererkennt.

Fazit: Für Fans des Genre

16 Photos: Brie Larson, „Captain Marvel“ © Walt Disney

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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