Hamburg Kultur Februar 2017

Bucerius Kunst Forum © Paula Modersohn-Becker

Hamburg Kultur Februar 2017

 

Von Julia Engelbrecht-Schnür

1. Februar 2017

 

Theater

Thalia Theater

In einer sehr unaufgeregten Inszenierung von Philipp Becker holt das Thalia Theater mit Berthold Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“ (mal wieder) das Elend des Krieges auf seine Bühne. Es ist das Thalia-Debut des talentierten 38jährigen Regisseurs, der bei der Premiere am vergangenen Freitag nicht zuletzt wegen der brillanten Gabriela Schmeide in der Hauptrolle viel Applaus für seine Courage-Variante erntete.
Mutter Courage und ihre Kinder, Thalia Theater, Vorstellungen am 6.,7.18.,19. Februar sowie 4. März.

Zum letzten Mal kommt auf der selben Bühne die gefeierte Stefan Pucher-Inszenierung von Skakespeares „Sommernachtstraum“ am 8. Februar zur Aufführung. Kostüme, Bühnenbild und Schauspiel laufen hier zu wahrer Komödienkunst auf.

Hamburger Schauspielhaus

Es geht um Sterben, um die Seele und um die Angst vor einem Dasein in der unsichtbaren Welt in dem Stück „Trilliarden“ der Autorin Ingrid Lausend.  Die Uraufführung am 2.2.2017 wird mit Spannung erwartet.
„Trilliarden“, Deutsches Schauspielhaus 2., 3.,4.,10. und 15. Februar


Anzeige

Anzeige Galerie Anne Moerchen Hamburg © Galerie Anne Moerchen

Galerie Anne Moerchen


Oper

An der Staatsoper führt die „Lulu“ des österreichischen Komponisten Alban Berg ihr fatales Verführungsspiel und behauptet kühn: „Wenn sich die Menschen meinetwegen umgebracht haben, so setzt das meine Wert nicht herab.“ Recht hat die erotische Frau (Barbara Hannigan), die noch nichts von ihrem Ende ahnt. Es gibt noch wenige Karten für die Inszenierung von Christoph Marthaler. Premiere am 12.2.2017.

„Lulu“, Deusche Staatsoper, 12.,15.,18., 21. und 24. Februar.

 

Musik

Elbphilharmonie

Obwohl sich die ganz große Aufregung rund um die Elbphilharmonie etwas gelegt hat, sind die Konzerte in Hamburgs neuem Kulturjuwel weiterhin ausverkauft. Man hört aber immer wieder von Menschen, die spontan – und nicht für umsonst – an zugigen Häuserecken in der Hafencity begehrtes Kartenmaterial erstehen konnten. Für den Auftritt von Cecilia Bartoli am 13. Februar und den von Paolo Conte am 25. Februar wird sogar eine große kartenlose Fangemeinde vor den Toren erwartet. Eine Leinwand für eine Live-Übertragung ist allerdings nicht geplant.
Der Familientag am vergangenen Wochenende bildete das Finale des dreiwöchigen Eröffnungsfestivals des Konzerthauses am Hafen. Nun soll Normalität einkehren.

St. Michaelis Kirche

Für das Verdi-Requiem im Hamburger Michel (St. Michaelis) sind allerdings noch Karten zu haben. Das Meisterwerk des italienischen Opernkomponisten erklingt unter der Leitung von Christoph Schoener in einer der bedeutendsten Barockkirchen Europas – nur wenige Gehminuten von der Elphi entfernt.

Messa da Requiem, Verdi, St. Michaelis, 18 Februar.

Kunst

Bucerius Kunst Forum

Mit der Ausstellung „Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne“ unternimmt das Bucerius Kunstforum anhand von 80 Werken eine „konzentrierte Neubetrachtung des Werks der deutschen Ausnahmekünstlerin“. Diese von Prof. Uwe M. Schneede kuratierte Schau bildet den Auftakt einer Trilogie der Moderne, die das von den Hanseaten geschätzte und von der ZEIT-Stiftung initiierten Museum neben dem Rathaus zeigt. (Bericht folgt).

„Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne“, Bucerius Kunstforum, 4. Februar bis 1. Mai. Kurator-Vortrag Paula Modersohn-Becker – Ein neuer Blick am 13. Februar, 20 Uhr.

Museum für Kunst und Gewerbe

Fotoliebhabern ist der Gang ins Museum für Kunst und Gewerbe am Hauptbahnhof zu empfehlen. Mit „Auf der Autobahn in die Moderne Welt“ beleuchtet das MKG die Fotografie der Nachkriegsmoderne. Im Mittelpunkt steht Heinz Hajek-Halkes „Nächstliche Großstadt“ von 1951. Außerdem sind Werke zu sehen von Peter Keetman, Guido Mangold, Otto Steinert und Max Scheler.

Auf der Autobahn in die Moderne Welt“, Museum für Kunst und Gewerbe bis 30. April

15 Bilder: Ausstellung „Paula Modersohn-Becker“ im Bucerius Kunst Forum am Rathaus in Hamburg © Paula Modersohn-Becker/ Bucerius Kunst Forum

Julia Engelbrecht-Schnür

Author: Julia Engelbrecht-Schnür

Journalistin