Opening C/O Galerie im Amerika Haus in Berlin

Von Holger Jacobs (Text und Fotos)

1.11.2014. Die C/O Galerie ist wohl die renommierteste private Galerie für Photographie in Berlin. Im Jahr 2000 von drei Freunden gegründet hatte sie ihren erste Sitz im alten Postfuhramt in Berlin-Mitte, ab 2001 in der Linienstrasse 144 und ab 2006 wieder im Postfuhramt. Sie ist keine kommerzielle Galerie und auch kein öffentliches Museum. Sie trägt sich ausschließlich durch die Eintrittsgelder und private Sponsoren und soll die Photographie einem größeren Publikum näher bringen. Als das Postfuhramt nach mehreren wechselnden Besitzer schließlich 2012 an die berliner Firma Biotronik verkauft wurde war das Schicksal von C/O in diesen wunderschönen alten Räumen an der Oranienburger Strasse besiegelt.

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Die C/O Galerie im ehemaligen Postfuhramt an der Oranienburger Strasse in Berlin-Mitte

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Ausstellung „Zeitlos schön“ von 2012, 100 Jahre Modefotografie

 

Zusammen mit der Stadt suchte man lange nach einem geeigneten Ort, bis man schließlich auf das Amerika Haus, Hardenbergstrasse 22,  in Berlin Charlottenburg kam. 1958 von dem Architekten Bruno Grimmek erbaut, diente es damals als Kulturinstitut der USA. 2006 gaben die Amerikaner das Haus an die Stadt zurück. Ende 2012 wurde beschlossen, dass die C/O Galerie zusammen mit der Landeszentrale für Politische Bildung die zukünftigen Nutzer sein sollten. Für die Galerie sicher ein guter Standort, da mit dem Museum für Photographie und dem Helmut Newton Museum gleich um die Ecke ein richtiger Hotspot für dieses künstlerische Medium gefunden wurde.

Amerika Haus, Hardenbergs. 22-24, Berlin-Charlottenburg

Amerika Haus, Hardenbergstr. 22-24, Berlin-Charlottenburg

Blick auf den Bahnhof Zoo

Blick auf den Bahnhof Zoo

Am Donnerstag den 30.10.2014 war Eröffnung. Auf über 2200 qm Ausstellungsfläche werden zunächst vier verschiedene Ausstellungen gezeigt:

Magnum Contact Sheets

Will McBride: Ich war verliebt in diese Stadt

Picture Yourself

Luise Schröder/ Hannah Petersohn: Arbeit am Mythos

Höhepunkt der Ausstellung: die Magnum Ausstellung. Sie zeigt die Kontaktbögen berühmter Magnum-Photographen, die in der Zeit der analogen Fotografie nötig waren, um die Bilder der entwickelten Filme überhaupt betrachten zu können. Der analoge Film wurde in mehreren Streifen in der Dunkelkammer auf einen DINA4-Bogen fotografischen Papiers gelegt („Kontakt“), kurz belichtet und danach im Chemiebad entwickelt. Auf Grund dieser kleinen Bilder wurde die Auswahl für das schönste oder interessanteste Bild gemacht. Das Ergebnis dieses Findungsprozesses hängt dann gleich nebenan.

Bis zum 16. Januar 2015. Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr. Eintritt 10 Euro

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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