Meine Nacht im Hotel Adlon Kempinski in Berlin
Von Holger Jacobs

10.12.2025
Wertung: 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 (fünf von fünf)
Zur Weihnachtszeit in ein Hotelmärchen am Brandenburger Tor
Über das Hotel Adlon hatte ich bereits im Jahre 2020 berichtet, als nach der ersten Corona-Welle im Winter die Hotels nach dreimonatiger Schließung im Frühjahr vorübergehend wieder öffnen durften.
Diese dunklen Zeiten sind zum Glück lange vorbei und zurzeit erfreut sich das Hotel Adlon größter Beliebtheit mit sehr guten Übernachtungszahlen über das ganze Jahr verteilt. Besonders natürlich zur Hochsaison, wie den Vorweihnachtstagen, an denen viele Touristen aus der ganzen Welt kommen, um die deutschen Weihnachtsmärkte (hier insbesondere der traditionelle Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt, der vom Hotel aus in 15 Gehminuten zu erreichen ist) zu besuchen.
Die Beliebtheit ist sicher auch auf die einzigartige Lage am Pariser Platz und damit direkt gegenüber dem Brandenburger Tor, zu begründen.
Das hat sonst kein Hotel in Berlin zu bieten, nicht das Ritz und auch nicht das Waldorf Astoria.
Zusätzlich gibt es eine lange Historie, die an sich schon einmalig ist.
Geschichte
Der Gastronom LORENZ ADLON war um die Jahrhundertwende mit mehreren Restaurants und Kaffees in Berlin zu Wohlstand gekommen und plante ein Hotel im gehobenen Stil der damaligen Zeit, welches nicht nur eine simple Übernachtung ermöglichte, sondern auch Restaurant, Kaffee, Bar, Lounge und Ballsaal mit einschloss.
Wie in dem 1893 erbauten Hotel Waldorf-Astoria in New York oder dem 1898 eröffneten Hotel Ritz in Paris.
Die Idee war geboren, jetzt fehlte nur noch die Lage. Zum Glück hatte LORENZ ADLON einen guten Kontakt zum damaligen KAISER WILHELM II., der ihm ein Grundstück am Pariser Platz besorgte. Das sich darauf befindliche Gebäude des königlichen Theaterintendanten Friedrich Wilhelm von Redern, erbaut von Karl Friedrich Schinkel, wurde unter Protest abgerissen, obwohl es unter Denkmalschutz stand.
Bei der Eröffnung des Hotel Adlon im Jahre 1907 war dann aber die Bewunderung groß.
Die Architekten CARL GAUSE und ROBERT LEIBNITZ hatten die Fassade für die damalige Zeit eher schlicht gehalten mit klassischen, reduzierten Linien.
Anders als heute, gab es damals zwei Gebäudeteile: Das Hotel Adlon und das danebenliegende Palais Arnim.
Heute erstreckt sich der Neubau aus dem Jahr 1997 über das gesamte Grundstück bis zur Wilhelmstrasse.
Mythos Hotel Adlon
Die glanzvolle Zeit des Hotel Adlon bis zum 1. Weltkrieg bildet bis heute den Mythos dieses Etablissements.
Die erlauchten Gäste dieser Jahre waren das „Who is Who“ der damaligen Zeit:
Vom russischen Zaren über den Maharadscha von Indien, bis zu den reichsten Männern der Welt, wie HENRY FORD und JOHN D. ROCKEFELLER.
Auch nach dem 2. Weltkrieg kamen illustre Gäste, wie CHARLIE CHAPLIN oder MARLENE DIETRICH.
Die Goldenen Zwanziger wurden besonders im Hotel Adlon durch schillernde Persönlichkeiten und wilde Partys sichtbar.
Im 2. Weltkrieg diente das Hotel als Lazarett und blieb trotz des alliierten Bombenhagels fast unbeschädigt.
Erst nach der Einnahme Berlins durch die Rote Armee am 2. Mai 1945 wurde das Hotel durch einen Brand zerstört.
Nur noch die Grundmauern blieben stehen, welche später durch die DDR-Regierung gesprengt wurden (ähnlich wie auch die Ruinen des Berliner Schlosses).
Nach der politischen Wende 1989 und der Auflösung der DDR 1990 erwarb die Fundus Gruppe, eine Immobiliengesellschaft des Unternehmers AUGUST JAGDFELD, das Grundstück des ehemaligen Hotel Adlon und ließ dort durch das Architekturbüro Patzschke, Klotz & Partner das neue Hotel Adlon entstehen, welches von außen der alten Fassade ähnelt, aber innen völlig neu konzipiert wurde.
Das Interior Design stammt von ANNA MARIA JAGDFELD.
Meine Nacht im Hotel Adlon
Nach meinen Übernachtungen in den anderen 5 Sterne Hotels in Berlin, wie dem Hotel Waldorf-Astoria und dem Hotel Ritz-Carlton, war ich sehr gespannt, was mich im Hotel Adlon-Kempinski erwarten würde.
Natürlich kenne ich das Hotel am Pariser Platz schon so lange, wie ich in Berlin lebe – seit mittlerweile 21 Jahren.
Und ich hatte auch bereits das Vergnügen hier zu einer Veranstaltung eingeladen zu werden.
Es war die Pressekonferenz zur Premiere des Films „Blade Runner 2049“ im Jahre 2017 mit HARRISON FORD und RYAN GOSLING.
Diese PK entwickelte sich damals zu einer der lustigsten, der ich je beigewohnt habe.
Die beiden Schauspieler lieferten sich einen Kalauer nach dem anderen…
Und ich erinnere mich, dass ich mit meiner Mutter im August 2004 auf der Terrasse vor dem Haus einen Kaffee zu mir nahm.
Das erste, was mir im Hotel Adlon auffällt, ist die gefühlsmäßige Wärme, die mir gleich in der Lobby entgegenschlägt.
Ganz anders als im Waldorf oder im Ritz, wo es eher kühl und professionell zugeht.
Was mir ebenfalls auffällt: Die Lobby, bestehend aus einem hohen Raum, der über zwei Etagen geht, ist voller Menschen, die offensichtlich gar keine Hotelgäste sind, sondern sich hier zu einem Kaffee mit Freunden oder Verwandten treffen.
Offensichtlich wird das Hotel Adlon auch gerne als Treffpunkt genutzt.
Anschließend führt mich eine Dame des Hauses durch das Hotel und zeigt mir u.a. eine Präsidenten-Suite, in der auch schon Queen Elisabeth II. und Michael Jackson übernachtet haben.
Auffällig ist ein Steinway-Boston-Flügel und die 10 Centimeter dicken Panzerglas-Fenster, die die Sicherheit auch hochrangiger Politiker sicherstellen sollen.
Ein Schmankerl ist die private Sauna im Badezimmer.
Brandenburger Tor Suite
Doch vielmehr interessiert mich natürlich das Hotelzimmer, welches extra für mich reserviert wurde:
Die Brandenburger Tor Suite.
Unschwer ist zu erraten, dass es sich hier um ein Hotelzimmer mit Blick auf das Brandenburger Tor handelt, dem Wahrzeichen Berlins.
Damit hat das Hotel Adlon Kempinski ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, denn keines der sonstigen Berliner Hotels bietet diesen Anblick.
Besonders schön am Abend zu beobachten, wenn langsam immer weniger Touristen den Pariser Platz bevölkern und das Tor in seiner ganzen Pracht erstrahlt.
Mehr Berlin-Feeling geht nicht!
Die Suite ist großzügig bemessen und verfügt über eine gemütliche Sofaecke, einen Schreibtisch- und Fernsehbereich und ein 250 Meter breites Bett, in dem man ohne weiteres eine Orgie feiern könnte.
Positiv zu bemerken ist die Einrichtung: eine Mischung aus hochwertiger Eleganz ohne aufdringlich zu wirken.
Alle Stuhl- und Sofaelemente sind in hellen, natürlichen Farben gehalten.
Sehr gut gefällt mir auch das mahagonifarbene Holz, mit dem die Türen, die Türrahmen, die Schränke und selbst die Kloschüssel bedeckt sind.
Es gibt dem Raum eine sehr warme und freundliche Atmosphäre.
Die Klimatechnik ist einfach und verständlich in einem Schalter an der Wand oder direkt im Nachtschrank neben dem Bett untergebracht.
Diese positive Erfahrung hatte ich mit dem Fernseher nicht.
Beim Einschalten öffnete sich ein sehr unübersichtliches Menü mit zig Untermenüs.
Um auf unser deutsches Fernsehprogramm zu kommen, musste ich einen Techniker des Hauses kommen lassen.
Und das Telefon am Schreibtisch ging auch nicht, um die Rezeption zu erreichen.
Hier ist auf jeden Fall noch eine Verbesserung möglich.
Dinner in der Brasserie Quarré
Zu meinen Hotel-Rezensionen gehört auch immer ein Besuch des hauseigenen Restaurants.
Das Sternerestaurant Lorenz Adlon hatte leider an dem Tag meiner Anreise geschlossen.
Aber die beim Publikum beliebte Brasserie Quarré im Hotel Adlon war geöffnet.
Sie befindet sich an der Hausecke zum Pariser Platz mit direktem Blick auf das Brandenburger Tor und bietet französisch-deutsche Küche.
Wie immer begleitete mich mein Sohn Alexander Jacobs, um jeweils zwei Meinungen über all die Köstlichkeiten zu bekommen.
Vorspeise
Als Aperitif nahm ich einen French 75 Cocktail, der mir aber deutlich zu sauer war.
Ein Kir Royal (Champagner mit einem Schuss Crème de Cassis) wäre hier die bessere Wahl gewesen.
Als Vorspeise nahm ich eine Hummersuppe („Bisque de Hommard“) mit Beilagen, die gut, aber nicht überragend war.
Meine Begleitung nahm eine etwas ungewöhnliche Speise mit angebratenen Karotten und Salat auf einem Humus-Fond mit Johannesbeeren („Carottes et Groseille“).
Wer mal etwas Ungewöhnliches ausprobieren möchte, der ist hier richtig.
Sehr zu empfehlen.
Als Zwischengang wurde uns ein kleines Risotto mit Hummer in einer fruchtigen Beerensauce serviert.
Sehr lecker!
Vielen Dank an den Koch RICO KÄGEBEIN!
Der Wein
Unser freundlicher Kellner FRANCESCO SARNE, der seine Wurzeln im italienischen Apulien hat, ließ uns vier offene Weine probieren.
Wir entschieden uns für einen 2020er Barolo aus dem italienischen Piemont.
Und für einen 2022er Saint-Emilion vom Weingut Chateau Puy-Razac in der Nähe von Bordeaux.
Beide Weine waren, wie wir fanden, absolute Spitze.
Mit kräftigem Geschmack, der lange anhält.
Nichts für „Warmduscher“, wenn ich mir den Ausdruck erlauben darf.
Der Barolo war vielleicht sogar noch eine Nuance besser…
Hauptspeise
Hier wollten wir etwas Klassisches, aber in einer Neuinterpretation.
Ich nahm ein Cordon-Bleu (bekommt man in Deutschland leider sehr selten) gefüllt mit einem Reblochon-Käse aus dem französischen Savoyen und einem französischen Kochschinken „Le Foué“.
Als Beilage Brokkoli, Katoffelpüre und Trüffelscheiben.
Geschmacklich erstklassig. Zart und weich das Fleisch, der Käse zerrann beim Aufschneiden.
Auf den Trüffel im Cordon-Bleu selbst hätte ich vielleicht verzichtet, da er zu intensiv den Geschmack des Fleisches übertönt.
Der Trüffel-Pilz in Scheiben als Beilage hätte gereicht.
Auch die Bratensauce hätte ich weggelassen. Oder sie nur in einem Kännchen daneben angeboten.
Meine Begleitung nahm den Rehrücken („Selle de Chevreuil“).
Das Fleisch sehr zart, rosa gebraten, in einer Rotwein-Trüffel-Sauce mit Quitten.
Auch hier hätte ich den Einsatz des Trüffels etwas reduziert und nur in Scheiben als Beilage präsentiert.
So kann jeder selbst entscheiden, wieviel Trüffelgeschmack er auf der Zunge haben möchte.
Danach gönnten wir uns eine Pause in der neu eingerichteten Raucher-Lounge.
Hemingway hätte hier seinen Spaß gehabt.
Nachspeise
Auch bei der Nachspeise blieben wir bei Klassikern:
Einem Mousse au Chocolat und einer Crème Brulée.
Die Crème Brulée kam mit einen Sorbet-Eis mit Mandarinengeschmack.
Die Vanillecreme hatte eine gute Konsistenz mit leichter Kruste, wurde aber kalt serviert.
Das Mousse au Chocolat war dann der Höhepunkt:
Eine dunkle Schokoladencreme als Oblate geformt mit Himbeeren und Heidelbeeren in einer Himbeersauce.
Und – jetzt kommt es – mit einem Schuss Amarone Wein aus der Nähe von Venedig.
Wow! Was für ein Abschluss.
Die Nacht
Zurück in meiner Suite genoss ich noch einmal den Blick auf das erleuchtete Brandenburger Tor, bis ich mich zur Ruhe bettete.
Die Klimaanlage ausgemacht, konnte ich sogar die Fenster einen Spalt breit öffnen, denn die Touris auf dem Platz waren bei dem Dauerregen vor der Tür nur noch selten zu hören.
Einziges Manko beim Schlafen: Die Bettdecke aus Daunen maß ca. 3 x 3 Meter, was den Nachteil hatte, dass ich beim Umdrehen im Schlaf jedes Mal eine drei Meter Bettdecke hinter mir herziehen musste.
Mein Tipp: Bestellt vor dem Einchecken Bettdecken in normalen Größen von 1,50 x 2,00 Metern.
Damit schläft es sich deutlich leichter.
Das Frühstück
Nach einer heißen Dusche im Marmorbad ging es zum Frühstück.
Einen eigentlichen Frühstücksraum gibt es im Hotel Adlon nicht.
Gefrühstückt wird auf der Galerie, die die Lobby im 1.OG umgibt, sowie in den Räumen des Sternerestaurants Lorenz Adlon und in weiteren Räumen, je nachdem, wie viele Gäste zurzeit das Haus beherbergt.
Und das müssen zur Vorweihnachtszeit viele sein, denn alle Räume waren belegt.
Ich gehe also zum Frühstücksempfang, nenne meine Zimmernummer und eine freundlicher Dame bringt mich zu einem Tisch am Fenster mit Blick auf das Brandenburger Tor.
Auch wenn draußen ein winterliches Grau vorherrscht ist es dennoch ein erhebendes Gefühl.
Das Frühstück kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden:
Entweder sie lassen sich durch eine Kellnerin alles bringen, oder sie marschieren selbst durch einen Bereich voller verschiedener Köstlichkeiten, von süß bis salzig.
Ich holte mir selbst ein paar Croissants und Konfitüre und ließ mir Rührei und French Toast (auf Deutsch „Armer Ritter“, Toast in Eiweiß gerührt, danach kurz angebraten und besprüht mit Puderzucker, eingetaucht in Ahornsirup) bringen.
So gestärkt ging es auf einen kurzen Trip in den vor kurzem erst völlig neu gestalteten Wellness- und Pool-Bereich mit drei verschiedenen Saunen und künstlichem Schnee zum Körperabreiben.
Danach könnte man sich gleich wieder in das drei Meter breite Bett legen…
Fazit: Anregung und Relaxen am schönsten Platz von Berlin
Hotel Adlon Kempinski
Unter den Linden 77
10117 Berlin
Tel. 030 22610
Preise ab 370.- Euro
Meine Brandenburger Tor Suite kostete zwischen 1500 – 2000 Euro pro Nacht, je nach Saison
English Text
My Night at the Hotel Adlon Kempinski in Berlin
By Holger Jacobs
Rating: 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 (four of five)
A Christmastime Hotel Fairytale at the Brandenburg Gate
I already wrote about the Hotel Adlon back in 2020, when, after the first wave of the coronavirus pandemic in winter, hotels were allowed to temporarily reopen in spring after a three-month closure.
Thankfully, those dark times are long gone, and the Hotel Adlon is currently enjoying great popularity with very good occupancy rates throughout the year.
This is especially true during peak season, such as the days leading up to Christmas, when many tourists from all over the world come to visit the German Christmas markets (especially the traditional Christmas market at Gendarmenmarkt, which is a 15-minute walk from the hotel).
Its popularity is certainly also due to its unique location on Pariser Platz, directly opposite the Brandenburg Gate.
No other hotel in Berlin can offer this, not even the Ritz or the Waldorf Astoria.
In addition, it has a long history, which is unique in itself.
History
At the turn of the century, restaurateur Lorenz Adlon had amassed a fortune with several restaurants and cafés in Berlin and planned a hotel in the upscale style of the time, which would offer more than just overnight accommodation, but also include a restaurant, café, bar, lounge, and ballroom.
Like the Waldorf-Astoria Hotel in New York, built in 1893, or the Ritz Hotel in Paris, opened in 1898.
The idea was born; now all that was missing was the location. Fortunately, Lorenz Adlon had good connections with Kaiser Wilhelm II, who secured him a plot of land on Pariser Platz. The existing building on the site, belonging to the royal theater director Friedrich Wilhelm von Redern and designed by Karl Friedrich Schinkel, was demolished amid protests, even though it was a listed building.
However, when the Hotel Adlon opened in 1907, it was met with great admiration.
Architects Carl Gause and Robert Leibnitz designed the facade to be rather simple for the time, with classic, minimalist lines.
Unlike today, there were originally two separate buildings: the Hotel Adlon and the adjacent Palais Arnim.
Today, the new building, constructed in 1997, extends across the entire property to Wilhelmstrasse.
The Myth of the Hotel Adlon
The glorious era of the Hotel Adlon up to World War I continues to shape the myth surrounding this establishment.
The illustrious guests of those years were the „Who’s Who“ of the time:
From the Russian Tsar and the Maharaja of India to the world’s wealthiest men, such as Henry Ford and John D. Rockefeller.
Even after World War II, illustrious guests like Charlie Chaplin and Marlene Dietrich frequented the hotel.
The Roaring Twenties were particularly evident at the Hotel Adlon, characterized by dazzling personalities and wild parties.
During World War II, the hotel served as a military hospital and remained almost undamaged despite the Allied bombing raids.
It was only after the Red Army captured Berlin on May 2, 1945, that the hotel was destroyed by fire.
Only the foundations remained, which were later demolished by the GDR government (similar to the ruins of the Berlin Palace).
After the political changes of 1989 and the dissolution of the GDR in 1990, the Fundus Group, a real estate company owned by entrepreneur August Jagdfeld, acquired the site of the former Hotel Adlon and commissioned the architectural firm Patzschke, Klotz & Partner to build the new Hotel Adlon.
While the exterior resembles the old facade, the interior was completely redesigned.
The interior design is by Anna Maria Jagdfeld.
My Night at the Hotel Adlon
After staying at other five-star hotels in Berlin, such as the Waldorf-Astoria and the Ritz-Carlton, I was very curious to see what the Hotel Adlon-Kempinski would be like.
Of course, I’ve known the hotel on Pariser Platz for as long as I’ve lived in Berlin – 21 years now.
And I’ve even had the pleasure of being invited to an event here.
It was the press conference for the premiere of the film „Blade Runner 2049“ with HARRISON FORD and RYAN GOSLING.
That press conference turned out to be one of the funniest I’ve ever attended.
And I remember having coffee with my mother on the terrace in front of the hotel in August 2004.
The first thing I notice at the Hotel Adlon is the warm feeling that greets me as soon as I step into the lobby.
Quite unlike the Waldorf or the Ritz, where the atmosphere is rather cool and professional.
What I also notice: The lobby, consisting of a high-ceilinged room spanning two floors, is full of people who are clearly not hotel guests at all, but are meeting here for coffee with friends or relatives.
Apparently, the Hotel Adlon is also a popular meeting place.
Afterwards, a member of the hotel staff gives me a tour, showing me, among other things, a presidential suite where Queen Elizabeth II and Michael Jackson have also stayed.
A Steinway Boston grand piano and the 10-centimeter-thick bulletproof glass windows, designed to ensure the safety of even high-ranking politicians, are particularly striking. A special treat is the private sauna in the bathroom.
But what interests me most, of course, is the hotel room that has been reserved especially for me:
the Brandenburg Gate Suite.
It’s easy to guess that this is a hotel room with a view of the Brandenburg Gate, Berlin’s iconic landmark.
This gives the Hotel Adlon Kempinski a truly unique selling point, as none of the other Berlin hotels offer this view.
It’s especially beautiful to watch in the evening, when fewer and fewer tourists are thronging Pariser Platz and the gate shines in all its splendor.
You can’t get more Berlin than this!
The suite is generously sized and features a comfortable sofa area, a desk and TV area, and a 250cm wide bed that could easily accommodate a large group.
The decor is a definite plus: a blend of sophisticated elegance without being ostentatious.
All the chairs and sofas are in light, natural colors.
I also really like the mahogany wood used for the doors, door frames, cabinets, and even the toilet.
It gives the room a very warm and inviting atmosphere.
The climate control is simple and easy to understand, located either on a wall switch or directly in the bedside table.
I didn’t have such a positive experience with the TV.
When I turned it on, a completely confusing menu with countless submenus opened.
To access our German TV channels, I had to call a technician.
And the phone on the desk didn’t work either, so I couldn’t reach the reception.
There’s definitely room for improvement here.
Dinner at Brasserie Quarré
My hotel reviews always include a visit to the hotel’s restaurant.
Unfortunately, the Michelin-starred Lorenz Adlon restaurant was closed on the day of my arrival.
But the popular Brasserie Quarré at the Hotel Adlon was open.
Located on the corner of Pariser Platz, with a direct view of the Brandenburg Gate, it offers French-German cuisine.
As always, my son Alexander Jacobs accompanied me to get two opinions on all the delicacies.
First I had a French 75 cocktail, which I found much too acidic.
A Kir Royal (champagne with a dash of crème de cassis) would have been a better choice.
For my starter, I had lobster bisque with side dishes, which was good but not outstanding.
My companion ordered a somewhat unusual dish of sautéed carrots and salad on a hummus base with red currants („Carottes et Groseille“).
If you’d like to try something a little different, this is the place to go.
Highly recommended.
As an intermediate course, we were served a small risotto with lobster in a fruity berry sauce. Delicious!
Many thanks to the chef, Rico Kägebein!
The Wine
Our friendly waiter, Francesco Sarne, who has his roots in Apulia, Italy, let us sample four wines by the glass.
We chose a 2020 Barolo from Piedmont, Italy.
And a 2022 Saint-Émilion from the Château Puy-Razac winery near Bordeaux.
Both wines, in our opinion, were absolutely top-notch. Robust and with a long finish.
The Barolo was perhaps even a touch better…
Main Course
Here we wanted something classic, but with a modern twist.
I ordered a „Cordon Bleu“ (unfortunately, almost never available in Germany) filled with Reblochon cheese from the French Savoy region and French cooked ham „Le Foué.“
It came with broccoli, mashed potatoes, and truffle slices.
The taste was superb.
The meat was tender and soft, and the cheese melted when I cut into it.
I might have done without the truffle in the cordon bleu itself, as it overpowers the flavor of the meat.
Sliced truffles as a side dish would have been sufficient.
I also would have omitted the gravy.
Or perhaps offered it only in a small pitcher on the side.
My companion ordered a back of deer („Selle de Chevreuil“).
The meat was very tender, cooked pink, in a red wine and truffle sauce with quince.
Here, too, I would have reduced the amount of truffle and presented it only in slices as a side dish.
That way, everyone can decide for themselves how much truffle flavor they want.
Afterwards, we treated ourselves to a break in the newly furnished smoking lounge. Hemingway would have enjoyed himself here.
Dessert
For dessert, we stuck with classics: a chocolate mousse and a crème brûlée.
The crème brûlée came with a mandarin-flavored sorbet.
The vanilla cream had a good consistency with a light crust, but was served cold.
But the chocolate mousse was the highlight:
A dark chocolate cream shaped like a wafer with raspberries and blueberries in a raspberry sauce.
And—here’s the kicker—with a splash of Amarone wine from near Venice.
Wow! What a finale.
The Night
Back in my suite, I enjoyed the view of the illuminated Brandenburg Gate one last time before retiring to bed.
With the air conditioning off, I could even let the windows open a little, as the tourists in the square were barely audible in the constant rain outside.
The only drawback to sleeping: The down bed sheet measured approximately 3 x 3 meters, which meant that every time I turned over in my sleep, I had to drag a three-meter-long bed sheet around with me.
My tip: Order ged sheets in a standard size of 1.50 x 2.00 meters before checking in.
It makes sleeping much easier.
Breakfast
After a hot shower in the marble bathroom, it was time for breakfast.
There isn’t a dedicated breakfast room.
Breakfast is served on the gallery surrounding the lobby on the first floor, as well as in the rooms of the Michelin-starred Lorenz Adlon restaurant and in other rooms, depending on the number of guests.
And there must be a lot of guests during the pre-Christmas season, because all the rooms were occupied.
So I went to the breakfast reception, gave them my room number, and a friendly woman showed me to a table by the window with a view of the Brandenburg Gate. Even though it was a wintry gray outside, it was still an uplifting feeling.
Breakfast can be enjoyed in different ways: You can either have everything brought to you by a waitress, or you can help yourself to a selection of various delicacies, from sweet to salty.
I got myself some croissants and jam and ordered scrambled eggs and French toast (in German, „Armer Ritter,“ toast dipped in egg white, then briefly fried, sprinkled with powdered sugar, and dipped in maple syrup).
Refueled, I took a short trip to the recently renovated spa and pool area, which features three different saunas and artificial snow for rubbing down your body.
Afterwards, I could have just crawled right back into the three-meter-wide bed…
Conclusion: Inspiration and relaxation in the most beautiful spot in Berlin.
Hotel Adlon Kempinski
Unter den Linden 77
10117 Berlin
Tel. +49 30 22610
Prices from €370
My Brandenburg Gate Suite cost between €1500 and €2000 per night, depending on the season.
Author: Holger Jacobs
Founder & Editorial Director of kultur24.berlin ug.
Founder & Editorial Director of kultur24 TV on Youtube.
Former correspondent for fashion in Paris.
Photographer, writer and videographer.


































