Grammy Music Award 2026 in Los Angeles
Von Holger Jacobs
02.02.2026
Viel Musik, viele Stars und ein bisschen Politik bei der 68. Verleihung der wichtigsten Musikpreise des Jahres
Der Grammy Award wird seit 1959 von der Recording Academy jährlich in ca. 90 Kategorien verliehen.
Gestern Abend war der Veranstaltungsort die „Crypto.com Arena“ in Los Angeles
Die Grammys sind in der Musikbranche die höchste Auszeichnung, vergleichbar mit dem OSCAR.
Den Lifetime Achievement bekam dieses Jahr die Sängerin CHER.
Und PHARRELL WILIMAMS bekam den 2026 Dr. Dre Global Impact Award.
Moderator war der südafrikanische Schauspieler TREVOR NOAH, der sich u.a. die Bemerkung erlaubte, dass Donald Trump ja leider die Karibik-Insel von Jeffrey Epstein nicht mehr erwerben könnte und deshalb jetzt wohl ein Auge auf Island geworfen hätte…
Überhaupt waren einige politische Bemerkungen zu hören.
Einer der Hauptgewinner, der Puerto-Ricanische Sänger BAD BUNNY (Benito Ocasio), begann seine Rede mit „ICE OUT!“ in Anspielung auf die Heimatschutzbehörde I.C.E, die Immigranten ohne Aufenthaltgenehmigung in den USA ergreifen und ausweisen soll, dabei aber so brutal vorgeht, dass Beamte ihrer Behörde mit der (un-) absichtlichen Tötung von zwei Demonstranten, RENE GOOD und ALEX PETRI, in Verbindung gebracht werden.
Und die Gewinnerin der Best New Artist, OLIVIA DEAN, erinnerte daran, dass ihre Großmutter einst als Immigrantin in die USA gekommen war.
Die 68. jährlichen Grammy Awards waren die ersten seit über einem Jahrzehnt ohne die Superstars Taylor Swift und Beyoncé.
Dennoch wurde Geschichte geschrieben:
KENDRICK LAMAR wurde der am häufigsten ausgezeichnete Rapper in der Geschichte der Grammys.
BAD BUNNY, der am kommenden Wochenende die Halbzeitshow des Super Bowls anführen wird, gewann als erster Künstler mit einem spanisch-sprachigen Album den Grammy für das beste Album des Jahres.
Und BILLIE EILISH und FINNEAS O‘CONNELL (kam mit seiner Freundin Claudia) sind die ersten, die den Grammy für den besten Song des Jahres dreimal hintereinander gewonnen haben.
In die Wertungen kamen nur Aufnahmen, die zwischen dem 31. August 2024 und dem 30. August 2025 veröffentlicht wurden.
Hier die wichtigsten Preise:
Record oft he Year, genreübergreifend , „Luther“ by KENDRICK LAMAR
Album of the Year, genreübergreifend, “Debi Tirar Mas Fotos”, BAD BUNNY
Song of the Year, genreübergreifend, “Wildflower”, BILLIE EILISH and FINNEAS O’CONNELL
Best New Artist, OLIVIA DEAN (“my grandmother was an immigrant”)
Best Pop Vocal Album, “Mayhem”, LADY GAGA
Best Dance Pop Recording, “Abracadabra”, LADY GAGA
Best Dance Electronic Album, “Eusexua”, FKA TWIGS
Best Rock Album, “Never Enough”, TURNSTILE
Best R & B Album, “Mutt”, LEON THOMAS
Best Rap Album, “GNX”, KENDRICK LAMAR
Best Jazz Performance, “Windows”, CHICK COREA (Klavier), CHRISTIAN MCBRIDE Bass) & BRIAN BLADE (Schlagzeug). CHICK COREA ist bereits 27-facher Grammy-Preisträger. Der live-Auftritt ist auf der Doppel-CD “Trilogy 3“ verewigt.
Best Jazz Album, „Southern Nights“, SULIVAN FORTNER, PETER WASHINGTON und MARCUS GILMORE
Best Score Soundtrack for Visual Arts, für den Film “Sinners”, komponiert und arrangiert von LUDWIG GÖRANSSON
Der Film wurde dieses Jahr für 16 Oscars nominiert (Oscar-Verleihung am 15. März 2026) – Rekord!
Best Classical Orchestral Performance Award für die Einspielung der „Turangilla-Sinfonie“ des franz. Komponisten OLIVIER MESSIAEN (1908 – 1992) mit dem Boston Symphony Orchestra unter dem Dirigenten ANDRIS NELSONS
Best Contemporary Classical Album, „Dzonot“ von der mexikanischen Komponistin GABRIELA ORTIZ, eingespielt von den Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von GUSTAVO DUDAMEL
Best Classical Vocal Solo Album, AMANDA FORSYTHE für ihre Interpretation der Cantate „Ino“, sowie Opern-Arien von Georg Philipp Telemann, eingespielt mit dem Boston Early Music Orchestra
Best Classical Instrumental Solo Album, der US-amerikanische Cellist YO-YO MA für seine Aufnahmen der beiden Cello Konzerte von Schostakowitsch mit dem Boston Symphony Orchestra unter Dirigent ANDRIS NELSONS
Author: Holger Jacobs
Founder & Editorial Director of kultur24.berlin ug.
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Former correspondent for fashion in Paris.
Photographer, writer and videographer.




























