Die neuen Filme im Kino 16.3.2017

Die Schöne und das Biest © Walt Disney Pictures

Die neuen Filme im Kino 16.3.2017

 

Von Holger Jacobs

16.3.2017

„DIE SCHÖNE UND DAS BIEST – Beauty and the Beast“ – Fantasy – USA – 2017

Regie: Bill Condon
Cast: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline, Emma Thompson, Ewan McGregor

Der Ursprung des Märchens von „Die Schöne und das Biest“ soll schon mehrere Tausend Jahre her sein. Erst 1740 kam es in Frankreich zu einer schriftlichen Fassung, niedergeschrieben von Gabrielle-Szanne de Villeneuve. Und 1756 eine weitere Fassung in etwas gekürzter Form von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont. Es ist ein klassisches Märchen, welches man den Kindern vor dem Einschlafen erzählt. Ein Prinz wird wegen seiner Arroganz von einer Hexe in ein Tier verwandelt und mit einem Fluch belegt, der erst wieder aufgelöst werden kann, wenn sich eine Mädchen trotz seiner Verunstaltung in ihn verliebt.

Ein Jahr nach Ende des 2. Weltkriegs nahm sich der Schriftsteller, Maler und Filmregisseur Jean Cocteau des Stoffes an und machte daraus die erste Verfilmung (viele weitere sollten folgen). Dieser Film unter dem Originaltitel „La Belle et la Bète“ gilt als der erste Fantasy-Film der Geschichte. Jean Marais spielte das Biest in sehr poetischer Form und zeigte auch das Verletzliche im bösen Tier.

Jean Cocteau 1923 © Meurisse

Jean Marais 1949 © Carl van Vechten

1991 kam dann die bis jetzt weltweit bekannteste Version als Animations- bzw. Zeichentrickfilm, realisiert von den Walt Disney Studios in Hollywood. Dieser Film war ein weltweiter Erfolg und spielte mehr als 150 Millionen Dollar ein. Er wurde sogar als bester Film des Jahres zum Oscar nominiert. Letztlich bekam er dann die Auszeichnung für die Filmtricks und die Musik.

„Beauty and the Beast“, 1991 © Walt Disney Pictures

„Beauty and the Beast“, 1991 © Walt Disney Pictures

Und jetzt, 16 Jahre später, kommt eine neue Disney-Version, dieses Mal in einer Kombination aus CGI (Computer Generated Imagery) und Realverfilmung. Wie Mogly in der neusten Dschungelbuch-Verfilmung von 2016 spielt auch Emma Watson die Belle als reale Schauspielerin, während das Biest und die Kulissen im Schloss mehr oder weniger computergeneriert sind.

Dieser neue Film von 2017 hält sich stark an den Zeichentrickfilm von 1991. Selbst Kostüme und Ausstattungsdetails sind 1 zu 1 übernommen. So finden wir auch wieder das sprechende Licht, die Uhr und die Teekanne wieder. Sogar die vielen Musiktitel und fast noch mehr Tanz als vor 16 Jahren. Fast könnte man meinen, es wäre ein Musical.

Einzige Besonderheit: Die Auswahl der Hauptdarstellerin. Emma Watson kommt hier nicht als das kleine verschüchterte Mädchen mit großen Kulleraugen daher, sondern als ein selbstbewusstes Fräulein. Das macht den Film wesentlich interessanter.

Emma Watson (*1990) wurde, wie wir alle wissen, durch ihre Rolle als Hermine in „Harry Potter“ berühmt, welche sie von 2001 – 2010 durchgehend verkörperte. Ihr Theaterlehrer an der Schule in Oxford hatte sie damals 2001 für das Casting vorgeschlagen, wo sie gegen 4000 Mitbewerberinnen gewonnen hatte. Zwischen 2009 – 2011 machte sie noch ihren Bachelor-Abschluss in englischer Literatur auf der Brown-University in den USA und seit mehreren Jahren ist sie als Frauenrechtlerin aktiv. Ein Video mit einer intelligenten Rede gegen Donald Trump brachte ihr vor kurzem größere Aufmerksamkeit.

Ein Film für die ganze Familie.

16 Bilder: „Beauty and the Beast“, 2017, Emma Watson als Belle und Luke Evans als Gaston © Walt Disney Pictures

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Founder & Editorial Director of kultur24.berlin ug.
Founder & Editorial Director of kultur24 TV on Youtube.
Former correspondent for fashion in Paris.
Photographer, writer and filmmaker.

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