Preview Berlin Fashion Week S/S 2027
Von Holger Jacobs
29.06.2026
Mit erprobten Konzepten in die neue Saison
Seit ein paar Jahren haben sich bestimmte Formate der Berliner Modewoche eingespielt.
Berlin Contemporary
Am wichtigsten ist die BERLIN CONTEMPORARY, bei der jedes Mal durch eine Fachjury bis zu 20 Brands eine Förderung von 25.000 Euro vom Berliner Wirtschaftssenat für die Realisierung einer Kollektion bekommen.
Dieses Jahr wurden 19 Designer ausgewählt.
14 Labels sind aus Deutschland und fünf aus anderen Ländern.
Die 19 Sieger:
Andrej Gronau, DAGGER, Gerrit Jacob, GmbH, Haderlump Atelier Berlin, Kasia Kucharska, Laura Gerte, LUEDER, Marke, Milk of Lime, SF1OG, Selva, UNVAIN und William Fan – aus Deutschland.
Dazu Barragan aus New York, John Lawrence Sullivan aus Tokio, sowie Fruché, Orange Culture und BUZIGAHILL aus afrikanischen Ländern.
Die einzelnen Modenschauen werden von jedem Designer selbst organisiert.
Dabei zeigen einige von ihnen ihre Kollektionen im legendären ICC (International Congress Centrum), das wie ein riesiges Raumschiff aussieht und immer noch auf seine Wiederbelebung wartet.
Zurzeit sind fünf Architekturbüros eingeladen sich Konzepte auszudenken.
Wir sind gespannt.
STUDIO2RETAIL
In der Event-Kategorie STUDIO2RETAIL (mit jeweils 5.000 Euro gesponsert) wurden durch eine Concept Competition folgende Designer ausgewählt:
Dennis Chuene, Esther Perbandt, Ioannes, Lou de Bètoly, PLAID-À-PORTER und Richert Beil entschieden (verschiede Orte).
VORN Fashion Hub
Die CIRCULAR SOCIETY veranstaltet im Bikini Berlin am Breitscheidtplatz am 3. Juli 2026 die VORN – THE BERLIN FASHION HUB ein ganztägiges Programm zum Thema Circular Fashion – eine weitere Form von nachhaltiges Wirtschaften in der Mode.
Mit Vintage-Mode ist Circular Fashion eine weitere wichtige Form, um der Massenproduktion von Kleidung entgegen zu treten.
Die weltweite Textil- und Bekleidungsindustrie verursacht jährlich schätzungsweise 1,2 bis 1,7 Milliarden Tonnen CO₂.
Dies entspricht etwa 8 bis 10 Prozent der gesamten globalen CO₂-Emissionen und übersteigt damit die Klimabelastung des internationalen Flug- und Schiffsverkehrs zusammen!
RAUM.Berlin
Mit RAUM.Berlin kommt ein weiteres Format der BFW wieder.
Dabei veranstaltet der FCG (Fashion Council Germany), unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft, eine Reihe von Modepräsentationen an einem bestimmten Ort.
Dieses Mal im neuen John Jahr Haus an der Kurfürstenstrasse 72.
Eine Jury wählte hierzu 16 Marken aus:
ANNE BERNECKER, ELODIE CARSTENSEN, Inlé Studio, krobos, Laura de Sousa, lealabob, Lennart Bohle, Natascha von Hirschhausen, NAOMI TARAZI, PALMWINE IceCREAM, PANOS GOTSIS, PLNGNS, SOCIÉTÉ ANGELIQUE, Sofia Hermens Fernandez, TATi und VLADIMIR KARALEEV.
Daneben gibt es weitere Modenschauen unabhängiger Designer:
Kilian Kerner, Marina Hoermanseder und Rebekka Ruétz;
Sowie die Marken #DAMUR, KOLYA BOGATYREV, Impari, Nowrubi und sample030 und die Labels MARIUSZ PRZYBYLSKI, MARIE-LOUISE MÜLLER und Studio Taskin.
Berlin Curated
In diesem Format wird jungen Designern ermöglich ihre Kreationen zu zeigen.
Unterstützt durch den Berliner Wirtschaftssenat und umgesetzt durch die Agentur 0049x.
Darin sind enthalten Modenschauen von drei Berliner Modeschulen:
UDK (Universität der Künste), Kunsthochschule Weissensee (zeigt im ZK/ U – Zentrum für Kunst und Urbanistik in der Siemensstr. 27, 10551 Berlin-Moabit) und der Lette Verein Berlin (in den Atelier Gardens in Berlin-Tempelhof, Oberlandstraße 26-35, 12099 Berlin).
NEO Fashion
Hier werden Kollektionen von acht Modeschulen aus Deutschland gezeigt.
1. Hochschule Macromedia Berlin/ Hamburg, Hochschule Niederrhein, HTW Berlin, AMD Berlin, Hochschule Hannover, Hochschule Reutlingen, Hochschule Pforzheim, Hochschule Bielefeld und HAW Hamburg.
In einer Industriehalle am Neuen Ufer 13, Berlin-Moabit
Der Berliner Salon
Auch die an Schaufensterpuppen dekorierten Präsentationen im Rahmen des Berliner Salons sind wieder dabei.
Ebenfalls unterstützt von Berliner Wirtschaftssenat.
Kuratiert von CHRISTIANE ARP und organisiert von der Agentur Nowadays zeigen 63 Designer Teile ihrer Kollektion.
Die Designer sind:
AFROBODEGA, ALEKSANDER KUDRISCHOW, AMÉLIE V, ANASTASIA BULL, ANGELIQUE DINS, BOONROCKED, CHRISTIANE SCHWAMBACH, CLARA RATHKE, ELVA BLAU, GAUTAMMA, INJEWELS, IRMGARD, J.A.I.W, JB ARCHIVE, JOAH KRAUS, KEN HAGEN, LENA VOUTTA, LENE BÖHLES, LEO MORITZ, LEVENT ALTIN, MAIRA GATH, MARIA MELZER, MELANIE LIMBERG, NICOLE KIESEL, PARK217 BERLIN, PAULINA BONGARTZ, POOR[ARZHAN]GY, ROSALBA FAROQHI, SEGUN, SPSR.STUDIO, STÖHR, TARIK COŞAR, TATA CHRISTIANE, TUBULAR, ULTRAVANTGARDE, ZAN ZALIF
Am Freitag, den 3. Juli von 15.00 – 18.00 Uhr in der Orangerie des Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, 14059 Berlin
Anders, als bei den vorherigen BERLINER SALONS findet es nur an einem einzigen Tag statt ohne eine Besichtigungsmöglichkeit für die Allgemeinheit.
Entsprechend nur für geladene Gäste.
Der FCG Showroom
Hier zeigt der Fashion Council Germany mit ausgewählten Designern einzelne Kollektionen in einem besonderen Umfelds.
Früher war es das Hotel Chateau Royal in Berlin-Mitte, dieses Mal ist es das Hotel Zoo, Kurfürstendamm 25.
Nur mit Anmeldung.
METAMORPHOSIS
Die Dialogreihe diskutiert wieder Themen rund um die Mode-
Im Hotel Amano East Side, Stralauer Platz 30, 10243 Berlin.
Fotoausstellungen
Zeitgleich zur BERLIN FASHION WEEK finden drei moderelevante Fotoausstellungen statt:
- Die Villa Grisebach in der Fasanenstrasse 25 in Berlin-Charlottenburg zeigt private Fotos der ehemaligen Chefredakteurin der deutschen Vogue, ANGELICA BLECHSCHMIDT, die sie in den 90er Jahren bei den Fashion Shows in Paris, Mailand und London an den Laufstegen oder Backstage fotografierte.
- Die CFA (Contemporary Fine Arts) Gallery in der Grolmannstr. 32 in Berlin-Charlottenburg zeigt neue Arbeiten des ehemaligen Modefotografen JÜRGEN TELLER (u.a. Fotos mit Sandra Hüller und Lars Eidinger)
- Die Helmut Newton Stiftung in der Jebenstr. 2 in Berlin-Charlottenburg zeigt die neue Ausstellung „Rooms“ mit großformatigen Prints des Modefotografen Helmut Newton.
Zum Schluss:
- Die einzige international tätige Modemarke, die bisher bei der BFW ihre Kollektionen gezeigt hat, war MARC CAIN.
Seit über 10 Jahren hatten sie ihre Kollektionen zur Berlin Fashion Week präsentiert.
Letztes Jahr noch spektakulär im PEI-Bau des Deutschen Historischen Museums.
Wie jetzt bekannt wurde wird MARC CAIN dieses Mal nicht dabei sein, angeblich wegen des 80. Geburtstags ihres Gründers Helmut Schlotterer.
Ob MARC CAIN dann noch einmal wiederkommt? - Der im zweiten Jahr vergebene FCG/ VOGUE FASHION FUND ging an die Modemarke GmbH mit den Designern Serhat Isik und Benjamin Alexander Huseby.
Die Finalisten waren Balletshofer, Gerrit Jacob, Haderlump Atelier Berlin, Kitschy Couture, Laura Gerte, and Lou de Bètoly.
Als Preisgeld gab es 50.000 Euro. - Eine Closing Party der BFW findet im Club Weekend in der 17. Etage eines Bürohauses am Alexanderplatz statt.
Author: Holger Jacobs
Founder & Editorial Director of kultur24.berlin ug.
Founder & Editorial Director of kultur24 TV on Youtube.
Former correspondent for fashion in Paris.
Photographer, writer and videographer.




















