Die Bücher Tipps zum Frühjahr 2017

Ellen von Unwerth - Heimat © Taschen

Die Bücher Tipps zum Frühjahr 2017

 

Von Holger Jacobs

17.4.2017

Liebe Kulturfreunde,

Danke, dass Ihr Euch wieder so zahlreich an unserer Bücher Aktion beteiligt habt.

56 Leser haben uns Ihre Empfehlung für die schönsten, aufregendsten und bewegendsten Bücher verraten. Mehrfachnennungen waren möglich.

69 Bücher sind genannt worden, wobei das Buch von Elena Ferrante, „Meine geniale Freundin“ gleich drei Mal genannt wurde. Scheint zurzeit der große Renner zu sein.

Hier sind die Ergebnisse.

Ich habe es nicht in der Reihenfolge der Bücher, sondern in der alphabetischen Reihenfolge der Tippgeber aufgelistet. Denn damit möchte ich den Lesern von kultur24.berlin, die mir ihre Tipps gegeben haben, meinen ganz persönlichen Dank aussprechen.

Unsere Tippgeberin Stella Hinrichs aus Berlin hat übrigens den Preis gewonnen, das Buch „THE FLOATING PIERS“ von Christo und Jeanne-Claude aus dem Taschen Verlag. Das Video der Verlosung mit Anna Müller gibt es auf kultur24.berlinTV zu sehen.

Euch ganz liebe Grüße und viel Spass beim Lesen:

Andreas Kern, Berlin   „Die Korrekturen“ von Jonathan Frantzen

Eine Ehefrau und Mutter ist auch nach 50 Ehejahren immer noch lebenslustig und möchte noch einmal zu Weihnachten ihre ganze Familie um sich scharen.

Angela Petermann, Frankfurt   – „Zu intelligent um glücklich zu sein“, von Jeanne Siaud-Facchin

Besonders intelligente Menschen haben oft  das Gefühl außerhalb der Gesellschaft zu stehen. Wie sie trotzdem glücklich und selbstbewußt mit ihren Talenten umgehen können erklärt Euch die franz. Psychologin Jeanne Siaud-Facchin.

Anna Gerhardt, Berlin  – „Schrei nach Gerechtigkeit“, von Tobias Faix

Wie kann ich heute als Christ dabei helfen, die Welt besser zu machen?

 

Anna Daigeler, Berlin  –  „Meine geniale Freundin“, von Elena Ferrante

Über eine 60 Jahre andauernde Freundschaft zweier Frauen, die abrupt endet, als eine von beiden plötzlich spurlos verschwindet.

 

Anna Maria Wagner, Berlin  – „Terranauten“, von T.C.Boyle

Eine wahre Geschichte: Bei einem wissenschaftlichen Versuch in den 90er Jahren müssen 8 Personen zwei Jahre komplett von der Außenwelt abgeschottet in                                                    einer Glaskuppel verbringen. Was wird passieren?

 

Anne Sophie Langenbach, Berlin – „Unendlicher Spass“, von David Foster Wallace

Die Suche nach einem Film, der so gut ist, dass alles um ihn herum vergessen wird – und die Zuschauer am Ende verhungern oder verdursten…

Anne Philippi, Los Angeles  – „Giraffen“, von Anne Philippi

Eva und Henry leben in einem Rausch aus Party, Drogen und Liebe. Doch wann kommt der Absturz?

 

Annette Eversmann, Berlin   – „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, von Joachim Meyerhoff

Durch die Annahme auf die Schauspielschule in München kommt der Erzähler in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern. Zwei Welten stoßen aufeinander.

 

Anouschka Renzi, Berlin  –  „Der Elefant“, Suter

Die Geschichte über einen kleinen rosaroten Elefanten, der durch ein Gen-Experiment entstanden ist und in der Dunkelheit leuchtet, Dabei hat er die Fähigkeit allen hoffnungslosen Menschen Trost zu spenden.

„Alles Glück kommt nie“, Anna Gavalda

Ein erfolgreicher Architekt, der durch den plötzlichen Tod seiner früheren großen Liebe über sein bisheriges Leben nachdenkt.

 

Ariane Sommer – „Tools of Titans“, von Tim Ferriss

Darin erzählt Tim Ferris von seinen Treffen mit den berühmtesten und bekanntesten Männern und Frauen dieser Welt und was sie ihm über Erfolg, Gesundheit, Fitness und mentales Training gesprochen haben. Eine intelligente Anleitung zum besseren Leben.

 

Brigitta Jacobs, Berlin    – „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante

(Inhalt: siehe oben)

 

Brigitte Janson, München  –  „Der Tod so kalt“, von Luca d‘ Andrea

Eine spannende Geschichte über den grausigen Tod von drei Jugendlichen in den Südtiroler Alpen. Nach 30 Jahren begibt sich ein Fremder auf die Suche nach der Wahrheit, die aber keiner hören will.

 

Charlotte Kammerer., Berlin  –  „Der Chronist der Winde“ Henning Mankell

Ein 10-jähriger afrikanischer Junge erzählt die Geschichte seines Lebens und seines bevorstehenden Todes

 

Christian Hiltawsky, Hamburg   – „Meine Preise“, von Thomas Bernhard

Ein kritisch-ironischer Blick auf den Kunst- und Literaturbetrieb in unserer Zeit von einem der begnadetsten deutschsprachigen Autoren.

F.C. Gundlach, Hamburg   – „Peter Keetmann“, Ausstellungskatalog, Herausgeber: F.C. Gundlach, Steidl Verlag

Das Buch zur Ausstellung „Peter Keetmann“ in den Deichtorhallen in Hamburg. Herausgegeben von dem wichtigsten Sammler fotografischer Kunst in Deutschland

 

Coco Prange, Berlin   –  „Die juristische Unschärfe einer Ehe“, von Olga Grjasnowa beschreibt auf schmerzensschöne Weise das Gefühlschaos ihrer Generation

 

Eilika von Anhalt, Berlin  – „Hundeherz“, von Michael Bulgakow

Die Verwandlung eines Hundes in einen Menschen wird zur Parabel auf den von der ehemaligen Sowjetunion propagierten „Neuen sowjetischen Menschen“.

 

Elisa Stillitano, Mailand  – „Il cimitero di Praga“ von Umberto Eco

Umberto Eco erzählt in „Der Friedhof von Prag“ die wahre Geschichte um die Dreyfus-Affäre in Frankreich von 1894, ihre Lügen und Intrigen um den aus Antisemitismus zu Unrecht verurteilten französischen Soldaten Alfred Dreyfus

 

Ernest Hausmann, Berlin – „Die Terranauten“, von T.C. Boyle

(Inhalt siehe oben)

„Heimaterde“, von Lucas Vogelsang

In teils lustigen, teils traurigen Geschichten, erzählt Vogelsang von der vielfältigen Identität von Einwanderern, die heute in Deutschland leben und konfrontiert uns mit der Frage, wer wir sind.

 

Felicitas Junginger, Berlin  – „Die gebundenen Füße“, von Kathryn Harrison

Der Schicksalsweg einer jungen Chinesin am Ende des 19. Jahrhunderts in Shanghai und ihr unbändiger Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung.

 

Frank Künster, Berlin  –  „Lemberg: Die vergessene Mitte Europas“, von Lutz Klevemann

Anhand der Veränderung der heute zur Ukraine gehörenden Stadt Lemberg , deren moderne Kultur und deren multi-ethnisches Leben durch den 2. Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, erzählt Klevemann die Geschichte Europas bis heute.

„Die verschleierte Gefahr“, von Zana Ramadani

In ihrem Buch versucht Ramadani zu erklären, wie die überkommenden Regeln einer vormodernen Religion durch die Tradition der muslimischen Mütter an ihre Kinder weitergegeben werden – und wie dadurch auch in Zukunft deren Integration in unsere westliche Zivilisation unmöglich gemacht wird.

„Kaltland: Unter Syrern und Deutschen“, von Jasna Zajcek

Die Autorin, Deutschlehrerin in Sachsen, zeigt, wie schwierig Integration ist. Dabei geht ihr Blick von den syrischen Flüchtlingen, denen unsere Werte völlig fremd sind, zu den Deutschen, die zwischen Ablehnung und Willkommen schwanken. Und ihr Fazit: Ein kaltes Land

 

Friederike Danne, Berlin  – „Solar“ , von Ian McEwan,

Ein Frauenheld mit sexueller und krimineller Energie, der seine wahre Bestimmung in der Rettung der Umwelt durch Sonnenenergie findet. Energiegeladen!

„Sweet Caress“, von Wiliam Boyd,

Eine Biografie und gleichzeitig ein Geschichtsroman über das 20. Jahrhundert

„Americana“, von Chimamanda Ngozi Adiche

Über ein Liebespaar aus Nigeria, deren verschiedene Schicksale dazu führen, dass sie als Studentin in Princeton und er als Flüchtling in London landet.

„Ghana must go“, von Talye Selasi

Die Geschichte einer Familie, von ihrem Auseinanderdriften über Kontinente hinweg bis zu ihrer schwierigen Wiederzusammenführung.

„So fängt das Schlimme an“, von Javier Marias, Ein spannender Ehekrimi vor dem Hintergrund der Franco-Diktatur in Spanien

 

Gabriela Turuta, Berlin  –  „Berlin“, von Karl Scheffer/ Florian Illies

Hiermit legt der Herausgeber Florian Illies das Buch von Karl Scheffler aus dem Jahr 1910 wieder auf, in dem dieser die Stadt Berlin wegen ihrer Unfertigkeit verdammte und all das als negativ beschrieb, was heute als positiv bewertet wird.

 

Dr. Johann Frahm, Stuttgart  – „Illegale Kriege“ , von Daniele Ganser

Über die Rolle der Nato in unserer Zeit

„Meine geniale Freundin“, von Elena Ferrante

(Inhalt siehe oben)

 

Hans-Joachim-Böhme, Berlin  – Die Ruhe weg“, von Eva Sichelschmidt

Einst kam Marlies voller Tatendrang nach Berlin, um das wilde Leben in einer wilden Stadt zu genießen. Nach 25 Jahren sind um sie herum die Menschen verspießert. Hilft hier ein Jobangebot aus Italien?

 

Heikedine Günther, Basel  –  „Seeking Wisdom“, von Peter Bevelin

Die Suche nach der Weisheit: Warum der Mensch so tickt wie er tickt. Von den Lehren des Confuzius über Charles Darwin bis Warren Buffet. Für all jene geschrieben, die ständig nach neuem Wissen gieren.

 

Isabel Mahns-Techau, Hamburg – „Mein Leben“,

Eine Autobiographie von Ingrid Bergmann

 

Julia Heil, Frankfurt  – „Wir sehen uns dort oben“, Pierre Lemaitre

Ein Roman über Menschen, die ständig von Ruhm und Ehre erzählen, aber in Wirklichkeit nur Profitgier und krumme Geschäfte meinen.

 

Julius Fargo, Berlin – „Lob des Schattens“, von Tanizaki Jun‘ ichiro

Über Licht und Schatten erklärt der Autor die japanische Ästhetik und ergründet dabei die Wurzeln der fernöstlichen Schönheit. Wunderschön illustriert.

 

Kirsten Meis, Sinzig –  „Fernsehköche küsst man nicht“ von Nikola Hotel

Eine mit viel Humor und Spritzigkeit erzählte Liebesgeschichte zwischen einer Anästhesistin und einem attraktiven Fernsehkoch…

 

Prof. Klaus Honnef, Bonn – „Das trügerische Gedächtnis“, von Julia Shaw

Wie unser Gedächtnis Erinnerungen fälscht

 

Linn Reusse, Berlin – „Für den Rest des Lebens“, von Zeruya Shalev

Eine Frau blickt auf ihr Leben in einer großen Familie zurück. Die Schicksale der Familienmitglieder drohten den Zusammenhalt zu zerstören, doch immer wieder siegte der Wille zur Gemeinsamkeit.

 

Maria Nowotnick, Berlin – „4 3 2 1“, von Paul Auster

Knapp 1300 Seiten, die man keine Sekunde lang aus der Hand legen möchte – ein heutzutage selten zu findendes Meisterwerk der Erzählkunst vom ersten bis zum letzten Satz!

 

Marie Sophie Steinke, Berlin –  „Herzenstimmen“, von Jan-Philipp Sendker

Die Zerrissenheit einer Frau zwischen der hektischen Betriebsamkeit von New York und dem spirituellen Leben in Burma

 

Marie Langlade Demoyen, Paris – „La fille du train“, von Paula Hawkins

Ein Kriminalroman über eine Frau, die jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit fährt und dabei einem Mord auf die Spur kommt. Wurde 2016 mit Emily Blunt verfilmt („Girl on the Train“)

„La perle et la Coquille, von Nadia Hashimi

Deutsch: „Hinter dem Regenbogen“ ist die Geschichte des Mädchens Rahima, dass unter dem strengen Regime der Taliban in Afghanistan das Haus nie verlassen darf. Eine Ausnahmeregelung erlaubt jedoch bis zur Heirat eine Verkleidung als Junge und somit den Genuß der ganze Freiheit männlicher Nachkommen. Darauf will Rahima aber nie mehr verzichten.

 

Marietta Aandreas, Frankfurt  – „Alles ist relativ and anything goes“, von John Higgs

Das 20. Jahrhundert hat die Welt verändert wie noch nie ein Jahrhundert zuvor. John Higgs erklärt die wichtigsten Fakten

„Unterleuten“, von Juli Zeh

Ein Roman über die Leute eines kleinen Ortes außerhalb Berlins mit einer Mischung aus alt DDR Bürgern und neu Hinzugezogenen. Als ein Windpark gebaut werden soll brechen alte Ressentiments aus. Gentrifizierung auf dem Lande

 

Marie Przibylla, Berlin – „Der Club“ von Takis Würger

Ein Roman über die geheimen Machenschaften hinter den elitären Mauern der Universität von Cambridge

 

Markus Munk, Berlin  – „Verbrechen“, von Ferdinand von Schirach

Der Rechtsanwalt von Schirach erzählt mit lakonischer Genauigkeit die Verbrechen, mit denen er als Strafverteidiger tagtäglich konfrontiert wird.

 

Markus Schaller, Berlin – „Die Zwangsjacke“, von Jack London (etwas trübsinning)

Ein ehemaliger Universitätsprofessor der Universität Berkeley wird wegen Mordes angeklagt und landet im Gefängnis. Die Folter und Erniedrigungen schafft er nur dadurch zu ertragen, dass er seinen Geist von seinem Körper trennt und nun die Möglichkeit hat, als Körperloser durch die Geschichte zu streifen.

„Gerneration Beziehungsunfähig“, von Michael Nast (humorvoll)

Der Autor hinterfragt, was wir wohl falsch machen auf dem Weg zu einem gemeinsamen Glück.

„Schnelles Denken, langsames Denken“, von Daniel Kahnemann (intelligent)

Intuition oder Vernunft? Menschliches Verhalten und das Verständnis von Wirtschaft

 

Matthias Matussek, Hamburg – „Das Miststück – meine Depressionen und ich“, von Alexander Wendt

Von der Kunst seine Depressionen zu beherrschen

 

Michael Feldkamp, Berlin – „Vom Jerusalempilger zum Grabesritter“, von Michael Feldkamp

Die spannungsreiche Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab

 

Michael Simon de Normier, Berlin – „Vielleicht ist es sogar schön“, von Jakob Hein

Über den langsamen Abschied eines Sohnes von seiner Mutter

 

Nancy Madlo, Berlin – „The Big Five for Life“ – Was wirklich zählt im Leben, von John Strelecky

Über die fünf Ziele, die jeder im Leben erreichen sollte.

 

Nikolai Jakobsen, Paris – „Die Sache mit Norma“, von Sofia Oksanen

Ein Kriminalroman über die Ausbeutung von Frauen

 

Patricia Holland Moritz, Berlin – „Mimi“, Jens-Uwe Sommerschuh

Ein Kriminalroman über ein Pärchen, dass als Geldeintreiber durch Europa reist – von absurd bis komisch und spannend

 

Pedro Bergmann, Hawai  – Chaos Monkeys“, von Antonio Garcia Martinez

Ein spannender Blick hinter die Kulissen der IT-Branche in Silicon Valley

Renée Brokate, Saarbrücken –„Adam Morody“ von Gabo und E.U. Deuker

Ein Buch mit Grafiken über einen gewissen Adam Marody, der im Jahre 2018 geboren wird und der aber für uns unsichtbar bleibt

 

Sabine Trummer, Berlin  – „Die Unvollkommenheit der Liebe“ von Elisabeth Strout

Eine Geschichte über das Verhältnis einer Tochter zu ihrer Mutter und über die Liebe, die nur unvollkommen sein kann

 

Sara Maria Besgen, Berlin – „Das Seelenleben der Tiere“, von Peter Wohlleben

Über die komplexen Verhaltensweisen der Tiere im Wald und auf dem Hof und der Frage, ob Tiere eine Seele haben

 

Simon Vincent – „Wo die Welt anfängt“, von Truman Capote

Mehrere kurze Erzählungen, die der geniale amerikanische Autor schon als Jugendlicher verfasst hat

 

Schnuppe von Gewinner, Leipzig – „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“, von Andrea Wulf

Schon vor 200 Jahren erkannte Alexander von Humboldt wie fragil das Ökosystem unserer Erde ist. Wie wichtig dieses Universalgenie des 19. Jahrhunderts auch für die Probleme unserer Zeit ist, zeigt Andrea Wulf anschaulich, indem sie seinen Spuren folgt.

 

Simonetta Ginelli, Berlin – „Der Schatten des Windes“, von Carlos Ruiz Zafon

Eines Tages wird der junge Daniel von seinem Vater an einen besonderen Ort geführt: Der Friedhof der vergessenen Bücher. Dort entdeckt der Junge das Buch „Der Schatten des Windes“ und es wird sein gesamtes Leben verändern.

 

Stefanie Busold, Hamburg – „Durch Mauern gehen“, von Marina Abramovic

Eine Autobiographie die ebenso spannend ist wie diese außergewöhnliche Künstlerin.

„Das Vermächtnis der Seidenraupen“ von Rafael Cardoso

Er schreibt als Ur-Enkelsohn die Geschichte der Familie von Hugo Simon. Berliner Bankier in der Weimarer Republik, Finanzminister, Kunst-und Literaturmäzen (besaß Edvard Munchs Schrei, Brecht, Döblin, Heinrich Mann, Pechstein, Kokoschka, Grosz, Tilla Durieux u. a. lädt er wöchentlich zu Gesprächskreisen). Er entwickelte das Mustergut Seelow/Oderbruch. Flucht 1933 über Paris nach Brasilien. Geschichte wird lebendig.

 

Stella Hinrichs, Berlin  – „Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie“ von Marion Brasch über ihre verrückte Künstlerfamilie

 

Tim Wittenbecher, Berlin –  „Atlas der abgelegenen Inseln“, von Judith Schalansky

Ein Buch über die letzten 50 unerforschten Inseln unseres Erdballs. Und zu jeder hat sich die Autorin eine (Phantasie-) Geschichte ausgedacht.                                                 Wunderschön illustriert. Gewann den Preis den „Schönsten Buches 2009“.

 

Vivien LaFleur, Berlin – „Die Jagd“, von Stanislaw Lem

Der russische Autor Stanislaw Lem beschreibt in mehreren Bänden die Abenteuer eines Raumschiffpiloten namens Prix. In „Die Jagd geht es um eine Mission auf dem Mond, bei der ihm ein autonomer Roboter das Leben rettet, obwohl Prix ihn eigentlich ausschalten soll.

 

Yvonne Paula, Berlin „Rummelplatz„, Werner Bräunig,

Der Autor hat mit diesem Buch einen er besten Nachkriegsromane des noch jungen Deutschland geschrieben. Anhand der Arbeiter eines Uranabbaugebietes in Ostdeutschland wird gezeigt, in welchem Zustand die Menschen nach dem verheerenden Zusammenbruch 1945 wirklich wahren. Seelisch ein Wrack, doch mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

Das Titelbild entstammt dem neuen Bildband von Ellen von Unwerth „Heimat“ erschienen im Taschen Verlag. Bilder von ihr gibt es ebenfalls in der Galerie Camera Work in Berlin.

 

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist