Die neuen Filme im Kino 19.09.2019

Downton Abbey, Maggie Smith © Universum Pictures

Die neuen Filme im Kino 19.09.2019

 

Von Holger Jacobs

19.09.2019

Heute empfehle ich drei Filme, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

„DOWNTON ABBEY“ – Historiendrama – GB – 2019
Regie: Michael Engler
Cast: Maggie Smith, Elizabeth McGovern, Michelle Dockery, Hugh Bonneville, Jim Carter, Allen Leech
Filmverleih: Universal Pictures

Eines der beliebtesten TV-Serien neben „Games of Thromes, „House of Cards“ et.c war in den letzten 10 Jahren die englische Serie „Dowton Abbey“. Nach 6 Staffeln war 2015 Schluss, doch schlaue Filmproduzenten wissen, dass das Publikum nichts mehr liebt als Fortsetzungen – zumal, wenn es schon bisher begeistert war. Wie z.B. bei „Sex and the City“.
Die Geschichte dreht sich um die adlige Familie Robert Crawley, Earl von Grantham (Hugh Bonneville) und seiner Frau Cora Crawley (Elizabeth McGovern) die in einem großen Schloss namens Downton Abbey leben. Sie haben drei Töchter, Lady Sybil (stirbt in der dritten Staffel), Lady Mary (Michelle Dockery) und Lady Edith (Laura Carmichael). Da es keinen männlichen Nachfolger gibt bleibt nur die Suche nach den richtigen Schwiegersöhnen für die drei Töchter. Dabei brennt die jüngste eines Tages mit dem Chauffeur durch…
Hintergrund ist die reale Geschichte Englands zum Beginn des 20. Jahrhunderts mit bedeutenden Ereignissen und Umbrüchen, wie dem 1. Weltkrieg, der Emanzipation der Frau, der Katastrophe der Titanic, die spanische Grippe et.c.
Eine wahre Familiensage mit allen menschlichen Höhen und Tiefen, die das Leben so mit sich bringt. Und natürlich viel britischen Kolorit!
Der heute in den Kinos anlaufende Spielfilm „DOWNTON ABBEY“ ist zeitlich eine Fortsetzung. Es beginnt im Jahre 1927. Eines Tages kündigt sich King George V. und Queen Mary zu einem Besuch an. Sie werden von einer großen Gefolgschaft begleitet samt eigenem Butler und eigenem Koch, was zwangläufig zu Konflikten mit dem eigenen Hauspersonal führt.
Herausragend ist Maggie Smith  (Prof. McGonagall bei „Harry Potter“ als Großmutter Violet Crawley. Ihr trockener Humor ist die Würze des Films und bringt die besten Szenen.
Fazit: Eine würdige Fortsetzung auf großer Leinwand der beliebten TV-Serie. Für Fans des britischen Humors und der großartigen Kulissen.

15 photos: Laura Carmichael, Michelle Dockery, Raquel Cassidy, „DOWNTON ABBEY“ © Universum Pictures

Außerdem laufen an:

„AD ASTRA – ZU DEN STERNEN“ von James Gray mit Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland, Liv Tyler und Ruth Negga.
Kaum 2 Monate nach der Premiere von Tarantinos „Once upon a time in Hollywood“ läuft schon der nächste Film mit Superstar Brad Pitt an. Schön zu sehen, dass er wieder voll der Alte ist und so gut wie zuvor. Und anscheinend beruflich auch voll ausgelastet.
In diesem Science Fiction Film, der in nicht allzu ferner Zukunft angesiedelt ist, wird die Erde durch starke elektromagnetische Stürme aus dem All heimgesucht. Man vermutet, dass die letzte Mission von Clifford McBride (Tommy Lee Jones), dem Vater von Roy McBride (Brad Pitt), daran Schuld sein könnte. Vor 30 Jahren war Clifforf McBride gestartet und nie zurückgekehrt. Nun wird sein Sohn in den Weltraum geschickt, um den Vater zu suchen. Spannend gemacht mit tollen Bildern. Für Fans des Genres. Fox Deutschland.

„AD ASTRA – ZU DEN STERNEN“, Brad Pitt © Fox Germany

„SYSTEMSPRENGER“ von Nora Fingscheidt mit Helene Zengel, Abraham Schuch und Gabriele Maria Schmeide.
Dieser mit dem Silbernen Bären bei der diesjährigen Berlinale gekürte Film ist schwere Kost und gleichzeitig absolut faszinierend. Ein 9-jähriges Mädchen namens Benni (Helena Zengel) rastet regelmäßig aus und entwickelt dabei Aggressionen, die man eher bei einem 15-jährigen Jungen aus einem Ghetto-Milieu erwarten würde. Hintergrund ist der Verlust der Mutter, die sich mit neuer Familie und weiteren Kindern von Benni überfordert fühlte und sie in eine Pflegefamilie gab. Doch Benni findet sich damit nicht ab, wütet, spukt, schlägt und beleidigt alles und jeden, bis letztlich keine Maßnahme, die unser Sozialsystem für solche Fälle vorsieht, greift. Sie wird zu einem Systemsprenger. Schließlich unternimmt ein Sozialarbeiter mit ihr eine dreiwöchige Waldtherapie. Doch wird es die verletzten Gefühle von Benni heilen können?
Großartig gespielt von der kleinen Helene Zengel, aber kein Film als Einstieg für einen lockeres Wochenend-Vergnügen. Trotzdem eine Empfehlung!
„Systemsprenger“ wurde ausgewählt Deutschland beim Wettbewerb der besten ausländischen Filme während der nächsten Oscar-Verleihung zu vertreten. Filmverleih: Port-au-Prince-Pictures.

„SYSTEMSPRENGER“, Helene Zengel“ © Port-au-Prince-Pictures

 

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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