Neue Meister – Drive by Music: Lifelines

Neue Meister Gregor Schwellenbach © Holger Jacobs

Neue Meister – Drive by Music: Lifelines

 

Von Holger Jacobs

7.3.2017

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Liebe Kulturfreunde,

wenn der Musikfreund den Begriff der zeitgenössischen klassischen Musik hört denkt er in erster Linie an Komponisten wie Bela Bartok oder Arnold Schönberg mit seiner 12-Ton Musik. Und diese Klänge sind wahrhaftig nicht für jeden Geschmack. Im Gegenteil – die meisten Hörer schalten hier ab.

Doch die zeitgenössische, klassische Musik des 21. Jahrhunderts geht ganz andere Wege und bringt durchaus wunderbare Melodien und Harmonien hervor. Aber natürlich nicht nur:

Das Motto ist Vielfältigkeit!

Wo Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem 1. Weltkrieg noch das Thema „Neue Sachlichkeit“ herrschte, von der Malerei über die Musik bis zum Design, geht es heute nicht mehr um diese oder jene (politische) Strömung, sondern um das Finden neuer Klangstrukturen, die Anleihen aus allen möglichen Musikstilen nehmen, von der Klassik über den Jazz bis zum Hip Hop, R&B oder Techno. Alles, was seit dem 2. Weltkrieg an Musikrichtungen entstanden ist, wird mit eingebaut und verarbeitet.

Das Plattenlabel Neue Meister nahm die Herausforderung an genau diese zeitgenössische Musik einem größeren Publikum näher zu bringen und fand in dem Automobilhersteller Volkswagen einen interessierten Partner.

Seit 2016 werden in dem großen VW Forum “DRIVE“ an der Strasse Unter den Linden in Berlin regelmäßig Konzerte abgehalten, die genau diese Neue Musik propagiert.

Ein weiterer Partner ist das Deutsche Kammerorchester aus Berlin. Sie bilden das Fundament der klassischen Instrumente, die erst diese neue Musik richtig zum klingen bringt und natürlich den Bezug zur klassischen Musik herstellt.

Jedes Konzert hat ein Motto: Nach den Abenden „Berlin“, Crossing Borders“ und „Inspired by…“ kam am letzten Sonntag, den 5. März 2017, der Abend „Driven by Music: Lifelines“

Das VW- Forum war komplett leer geräumt. Wo sonst Lamborghinis, Bentleys und Golf GTI’s stehen waren jetzt Stühle aufgestellt, die an diesem Abend fast vollständig von Musikliebhabern besetzt wurden – und das zur besten „Tatort“ Zeit…

Los ging es mit Gregor Schwellenbach, dessen Harmonien sich gut für einen entspannten Abend eignen. Hier eine Hörprobe als Video

Brett Deans Musik hingegen benötigt volle Aufmerksamkeit und war vielleicht die schwierigste Komposition dieses Abends.

Das ein Akkordeon nicht nur Shanties im Hamburger Hafen hervorbringt wissen wir seit dem Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano aus Frankreich. Neulich wurde eine ganze Sendung mit ihm auf Arte gebracht. Auch Mario Batkovic konnte mit seinem Instrument das Publikum begeistern. Vielleicht der überraschendste und außergewöhnlichste Beitrag an diesem Abend. Von ihm wollen wir unbedingt mehr hören!

Nach der Pause eine Komposition für Geige und Klavier von Lera Auerbach, die schon als etabliert gilt.

Danach das Tamar Halperin Trio mit Bach Variationen.

Der Kanadier John Kameel Farah hat die Statur wie ein Preisboxer aber die Seele eines Kindes. Seine Klavierkomposition mit Streichorchester war schön anzuhören.

Und Daniel Schnyders Variationen zur Musik von Jimi Hendrix und den Rollings Stones bildete den fulminanten Abschluss dieses interessanten Abends.

Eine Zusammenstellung dieser Kompositionen findet Ihr auch auf der neuen CD der Neuen Meister.

Gregor Schwellenbach, „Neue Meister“, VW Forum Berlin © Holger Jacobs

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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