Piet Mondrian – Martin-Gropius-Bau 2015

© Piet Mondrian, Sammlung Gemeentemuseum Den Haag

Piet Mondrian – Martin-Gropius-Bau 2015

 

Von Holger Jacobs

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4.9.2015

Liebe Kulturfreunde,

 

am Donnerstag, den 3. September 2015,  eröffnete die sehr schöne und gut gehängte Ausstellung „PIET MONDRIAN – DIE LINIE“ im Martin-Gropius-Bau. Zusammen mit dem Gemeentemuseum in Den Haag hat das Berliner Museum 50 Werke des holländischen Meisters zusammengestellt. Keine sehr große Schau, dafür wird aber der künstlerische Weg Mondrians (*1972 – †1944) vom Impressionismus zur Abstraktion nachvollziehbar veranschaulicht. Es beginnt mit den frühen Arbeiten, die er hauptsächlich in der freien Natur malte. 1912 kam er nach Paris, wo er zum ersten Mal den Arbeiten von Picasso und Braque begegnete. Diese hatten bereits begonnen im Stil des Kubismus Formen aufzubrechen, um die Wirklichkeit zu verändern. Stark beeindruckt verlässt auch Mondrian das figürliche Malen. Doch ihn interessiert nicht nur die Veränderung von Gegenständen, sondern er will Farben und Formen komplett zu neuen Strukturen führen. Sein Mittel dazu ist die Linie. Sie ist für ihn sowohl Hilfsmittel wie Stilmittel. Zunächst noch in runden Formen zusammengeführt, lässt er sie später nur rechtwinklig als horizontale oder vertikale Linien gelten. Zwischen ihnen füllt er Farbe, mischt weiß mit Rot-, Gelb- und Blautönen. Im Prinzip dieselben Farben, wie wir sie auch am Bauhaus in Dessau finden.

 

Den ersten Weltkrieg verbringt er in Holland, nur um gleich nach dem Krieg wieder nach Paris zurückzukehren. Er wohnt am Montparnasse, dort, wo damals sehr viele Künstler ihr Atelier hatten. Das Café „Dome“ am Boulevard Montparnasse war damals der beliebte Treffpunkt für alle Freigeister.

 

1938 ging er zunächst nach London und bei Ausbruch des 2. Weltkriegs nach New York. Dort starb er 1944 an einer Lungenentzündung.

 

Mondrian gehört heute zu den wichtigsten Vertretern der Moderne Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor allem seine abstrakten Bilder sind bekannt und erzielen, wenn überhaupt einmal eines auf dem Markt kommt, Höchstpreise bei Auktionen.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchstrasse 7, 10963 Berlin
Mi – Mo 10 – 19 Uhr, Di geschlossen

Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Dezember 2015.

 

Die Bilderserie fängt, anders als die Ausstellung, mit den späten, abstrakten Bildern an, weil sie die bekanntesten Arbeiten Mondrians darstellen:

"Tableau 1", 1921, Piet Mondrian, Sammlung Gemeentemuseum Den Haag

25 Bilder: „Tableau 1“, 1921, Piet Mondrian, Sammlung Gemeentemuseum Den Haag

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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