Die neuen Filme im Kino 16.05.2019

WIR @ Der Filmverleih/ kultur24.berlin

Die neuen Filme im Kino 16.05.2019

 

Von Holger Jacobs

16.05.2019

„GRETA“ – Psychothriller – USA – 2018
Regie: Neil Jordan
Cast: Isabelle Huppert, Chloé Grace Moretz, Stephen Rea, Maika Monroe
Filmverleih: capelight pictures

Wenn ein neuer Film mit Isabelle Huppert, der neben Catherine Deneuve letzten Ikone des französischen Films, auf den Markt kommt, ist allgemeine Aufmerksamkeit garantiert.
Doch in diesem Fall ist die andere Darstellerin dieses Thrillers, Chloé Grace Moritz (*1997), mindestens genauso interessant, denn es ist die erste Rolle des ehemaligen Teenie Stars in einer tragenden Rolle als Erwachsene. Chloé Grace Moritz wurde bekannt für ihre Rollen in „Amtyville Horror“ (2005), „Kick Ass“(2010), dem Remake von „Carrie“ (2013) und „The Equalizer“ (2014) an der Seite von Denzel Washington. Insgesamt kommt die heute 22-jährige schon an über 40 Filme, davon viele bereits in einer Hauptrolle. Und fast alle davon sind Horror- oder Actionfilme.

Und jetzt mit Anfang 20 kommt für Chloé Grace Moritz die erste „ernsthafte“ Rolle an der Seite der französischen Kinolegende Isabelle Huppert.

In „Grace“ spielt Chloé Grace Moritz die junge College Schülerin Frances, die nach dem tragischen Tod ihrer Mutter neuen Halt sucht. Als Frances eines Tages in der U-Bahn in New York eine liegen gebliebene Handtasche findet und so ehrlich ist, diese ihrer Besitzerin Greta (Isabelle Huppert) zurück zu bringen, freundet sie sich mit der etwas seltsamen, aber interessanten Dame an. Die beiden sehen sich immer häufiger und schnell glaubt Frances in Greta so eine Art Ersatzmutter gefunden zu haben. Doch Frances findet heraus, dass Greta wohl häufiger Handtaschen absichtlich irgendwo liegen läßt, um mit dieser Methode fremde Menschen kennenzulernen. Aber was will Greta damit erreichen? Als Frances sich zurückzieht beginnt Greta sie zu verfolgen…

Ein interessantes Psychospiel mit zwei herausragenden Schauspielerinnen. Leider manchmal etwas voraussehbar, aber dennoch unterhaltsam.

Fazit: Für Fans von Psychothrillern

Unsere Bilderserie mit 10 Fotos der Filmproduktion „Greta“:

10 Photos: Isabelle Huppert in „Greta“ © Capelight Pictures/ kultur24.berlin

„WIR – DER SOMMER, ALS WIR UNSERE RÖCKE HOBEN UND DIE WELT GEGEN DIE WAND FUHR (Originaltitel „WIJ/ WE“) – Drama -Belgien, Holland – 2018
Regie: René Eller
Cast: Tijmen Govaerts, Salomé van Grunsven, Gaia Sofia Cozijn, Friso von der Werf, Aimé Claeys, Maxime Jacobs, Laura Drosopoulos, Pauline Casteleyn
Filmverleih: Der Filmverleih

Es geht um 8 Jugendliche, die sich einem schicken Loft verabreden, um zu überlegen, was sie in den Sommerferien anstellen sollen. Langweilig soll es dieses Mal auf keinen Fall werden. Viele verrückte Ideen werden auf den Tisch gebracht, die meisten haben etwas mit Sexualität zu tun. Aber die anfänglich unbeschwerte Stimmung mit viel Alkohol, Sex und Spaß kippt bald zu einem Machtspiel zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern und manches zunächst harmlose Herumtollen wird mehr und mehr zu einem Gewaltexzess. Nach dem gleichnamigen Skandalroman von Elvis Peeters von 2014.

Fazit: Für Fans von Filmen wie „Clockwerk Orange“ von Stanley Kubrick

Unsere Bilderserie mit 10 Fotos der Filmproduktion „WIR“:

10 Photos: „WIR“ © Der Filmverleih/ kultur24.berlin

„ANTIPORNO“ – Drama, Erotik – Japan – 2016
Regie: Sion Sono
Cast: Ami Tomite, Mariko Tsutsui
Filmverleih: One Filmverleih

Auch in diesem Film geht es um Sex und Gewalt, allerdings subtiler.
Das erfolgreiche Model Kyoko wartet in einer Wohnung auf Journalisten, die mir ihr ein Interview machen wollen. Doch Kyoko ist nur furchtbar gelangweilt und fängt an, sich mit ihrer Assistentin ein Katz-und Maus-Spiel zu liefern.
Dies ist aber nur ein Aspekt des Films. Denn hinter dem Geschehen in dieser von grellen Farben dominierten Wohnung steht ein Filmset, welches eigentlich einen Porno drehen will. Als plötzlich jemand „Cut“ ruft, drehen sich die Rollen der beiden Frauen um und ein neues Spiel beginnt.

Der Film beruht auf einer berühmten Reihe von Sexfilmen, die in Japan in den 70er Jahren gedreht wurden, „Roman Pornos“ genannt, in denen auch  renommierte Regisseure ihre Anfänge hatten – mit teilweise sehr künstlerischer Aussagekraft. Der Film „Antiporno“ ist eine Hommage an diese Zeit.

Fazit: Ein Film zum Entdecken. Und weit mehr als ein Porno.

Unsere Bilderserie mit 7 Fotos der Filmproduktion:

7 Photos: „Antiporno“ © One Filmverleih/ kultur24.berlin

 

Holger Jacobs

Author: Holger Jacobs

Fotograf und Journalist

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